Blauer Marlin versenkt Yacht mitsamt Anglern

Diese Angeltour Mitte Mai bei den kanarischen Inseln werden die zwei russischen Angler und die 2köpfige Crew wohl nie vergessen. Denn als einer der russischen Touristen einen Blauen Marlin am Haken hatte, drehte der Fisch den Spiess einfach um, versenkte kurzerhand die Yacht - und entkam!

Pech für die Angler und die Crew - Glück für den Marlin. Er ist entkommen ... :)

Die Freude war anfangs gross bei den beiden Anglern, als sie merkten, was für einen aussergewöhnlichen Fisch sie da am Haken hatten - einen Blauen Marlin, einen der schnellsten Fische der Welt.  Und das Teil wog, so der erfahrene Kapitän der Yacht, locker 500 kg und mehr.



Factbox Blauer Merlin

Der Blaue Marlin ist das grösste Mitglied der sogenannten Fächerfischfamilie: Besonders grosse Individuen weisen eine Länge von nahezu fünf Metern und ein Gewicht von über 800 Kilogramm auf. 
Interessanterweise handelt es sich bei diesen «Riesen» stets um weibliche Tiere. Die Männchen bringen selten mehr als 130 Kilogramm auf die Waage. 
Wie alle Fächerfische hat der Blaue Marlin einen strömungsgünstigen, torpedoförmigen Körper mit einer hohen, segelartigen ersten Rückenflosse, langen, schmalen Brustflossen und einer sichelförmigen Schwanzflosse. Und wie bei allen Fächerfischen ist sein Oberkiefer zu einem langen Fortsatz ausgezogen. 
Marline verfügen über hoch entwickelte, sehr leistungsfähige Augen. Jüngeren Untersuchungen zufolge können sie sogar Farben erkennen. Allerdings ist nur jener Teil der Netzhaut farbempfindlich, welcher Licht aus dem oberen Teil des Blickfelds empfängt. Marline erkennen also Objekte im Bereich der Meeresoberfläche in Farbe, während sie tiefer schwimmende Objekte schwarzweiss wahrnehmen. 
Der Blaue Marlin ist ein sehr aktiver, schnell schwimmender Fisch, der über kurze Strecken Geschwindigkeiten von bis zu siebzig Kilometern je Stunde erreicht.



Laut Kapitän der Yacht, der schon seit mehr als 10 Jahren rund um die kanarischen Inseln seine Dienste und Boote anbietet, begannen die Probleme, als die russischen Angler versuchten, den Fisch näher ans Boot zu ziehen. Dazu musste auch die Heckklappe es Bootes geöffnet werden - ein fataler Fehler, wie sich schnell herausstellen sollte.

Denn einmal wurde durch den hohen Wellengang gut 3 Seemeilen vor der Küste des südlichen Teneriffas Wasser ins Innere des Bootes gespült - und als dann gleichzeitig der Blaue Merlin mit aller Kraft weg vom Boot zog, drückte er dieses noch mehr unter Wasser. Worauf es endgültig kenterte und schliesslich sank.

Ein anderes Boot, das zufällig in der Nähe war und von dem aus diese Aufnahmen gemacht wurden, eilte den Havarierten zu Hilfe und rettete sie >>> Bilder und Video auf Seite 2


Eine ähnliche Geschichte hatte sich im Februar vor der Küste Panamas abgespielt - dort allerdings war es ein  dummer Fehler des Bootsführers, der es dem dort Schwarzer Marlin ermöglichte, das Boot ebenfalls zu versenken... Na ehrlich, sooooo sehr leid tut es mir nicht ;)


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