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#nicht immer brav aber...immer wOw


José Mujica. Coolster Präsident der Welt

Was wäre, wenn du dich in einem Baumarkt befindest, um sagen wir einen neuen Sitz für deine Toilette zu suchen. Und der Präsident deines Staates steht dort plötzlich genau neben dir und sucht ebenfalls einen neuen Toilett-Deckel. Unvorstellbar? Bei uns schon, nicht so in Uruguay!

Er ist wohl der coolste und volksnähste Präsident der Welt: Uruguays José Mujica

Denn dort macht der klein gewachsene Staatspräsident José Mujica genau das. Bevor er sich entscheidet, streicht er sich vielleicht über seinen buschigen Schnauzer, bezahlt und fährt nach Hause. Nicht in einer schwarzen Staatskarosse, sondern im blauen VW-Käfer, Baujahr 1987.

Und auch nicht in eine fürstliche Residenz, sondern auf seinen bescheidenen Bauernhof am Rande der Hauptstadt von Montevideo. Dort wohnte José Mujica, geboren am 20. Mai 1935, schon als er noch Blumen züchtete, die er auf dem Wochenmarkt verkaufte. 

Mitte der 60er-Jahre begann er, sich in die Politik einzumischen. Er ging in den Untergrund und kämpfte als Guerillero gegen das Unrecht. Dann verschwand er für 14 Jahre im Kerker der Militärdiktatur. Er war vollkommen isoliert und diese Stille wurde zur Folter.

Damals dachte wohl niemand daran, dass er einmal Präsident dieses Landes wird. Doch seit drei Jahren regiert „El Pepe“ wie er auch genannt wird, das 3,5-Millionen-Volk in Südamerika. Und dies als ärmster Präsident der Welt!



Factbox Uruguay


Uruguay ist ein Staat im südlichen Südamerika >>> mehr über Geschichte etc auf Wikipedia
Hauptstadt: Montevideo 
Präsident: José Mujica 
Währung: Uruguayischer Peso 
Bevölkerung: 3,369 Millionen (2011) 
Fläche: 176`215 km2
Amtssprache: Spanisch
Staatsform: Konstitutionelle Republik, Republik, Einheitsstaat, Präsidentielles Regierungssystem  




Denn im Gegensatz zu nicht wenigen anderen Autokraten bereichert er sich nicht – im Gegenteil: er gibt! Und das ist nicht wenig in einem Land wie Uruguay. 90 Prozent seines Gehaltes von etwa 9400 Euro im Monat spendet das Staatsoberhaupt an soziale Einrichtungen. 

Mehr brauche er nicht zum Leben, sagt er, und schliesslich müssten die meisten seiner Landsleute mit weit weniger auskommen.

Darum hat er auch das schicke Sommerhaus, welches ihm als Präsident eigentlich zusteht, kurzerhand verkauft. Mit dem Erlös lässt er Unterkünfte und eine Schule für benachteiligte Jugendliche bauen.

„Arm ist nicht, wer wenig hat“, sagte José Mujica auf dem Weltgipfel in Rio 2012. „Wirklich arm ist der, den es immer und ohne Ende nach mehr und mehr und mehr verlangt.“ 
Seit dieser Rede ist der Präsident ein echter Youtube-Star. Das Video wurde millionenfach angeklickt. 

Er predigt nicht den Verzicht – wie unsere Politiker – er lebt ihn. José Mujica hat weder ein Bankkonto noch Schulden. Und er ernährt sich ausschliesslich vegetarisch. Und das ist schliesslich im rinderreichen Uruguay auch revolutionär!

Revolutionär auch so einige seiner Vorgehensweisen. Im Dezember 2013 zum Beispiel hat Uruguay als erste Nation der Welt Marihuana zum offiziellen Verkauf freigegeben! Marihuana darf unter staatlicher Aufsicht angebaut und in Apotheken verkauft werden.  
Diesen Schritt unternahm die Regierung, weil, so El Pepe, "wir dabei sind, den Krieg gegen die Drogen zu verlieren. Die Folgen des Verbotes sind schlimmer als die Folgen des Konsums selbst." Und irgendjemand müsse ja den ersten Schritt machen.

Auf jeden Fall ein Mann, vor dem man den Hut ziehen muss! Und er ist garantiert der coolste Präsident der Welt... :)






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