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Kiribati. Der erste schwimmende Staat der Welt?

Seit 5000 Jahren wird Kiribati bewohnt - in wenigen Jahren werden die 32 Atolle des Inselstaates endgültig im Meer versinken. Jetzt hat Präsident Anote Tong einen unglaublich klingenden Plan vorgelegt - die 100`000 Bewohner von Kiribati sollen die erste schwimmende Nation, Kiribati der erste schwimmende Staat der Welt werden!

Kiribati - der erste "schwimmende Staat" der Welt?

Die Bewohner von Kiribati sind verzweifelt - verständlich, denn niemand kann den Untergang ihrer Inselwelt mitten im Pazifik verhindern. Der Meeresspiegel steigt wegen der Klimaerwärmung unaufhörlich und entreisst den Einwohnern täglich Stück um Stück Land.

Bisherige Umsiedelungspläne scheiterten, da kein Staat auf der Welt auf einen Schlag mehr als 100`000 Menschen aufnehmen kann - oder will.

Also müssten die Einwohner aufgeteilt, in alle Winde verstreut werden. Ihre Kultur, ihre Geschichte, einfach alles würde einfach verschwinden. Kein Wunder also, sehen die I-Kiribati (so nennen sich die Einwohner) ihrer Zukunft mehr als pessimistisch entgegen.  



Doch jetzt hat Präsident Anote Tong einen geradezu fantastischen Plan vorgelegt: Mit Hilfe eines japanischen Unternehmens will Anote Tong die erste schwimmende Nation der Welt gründen!

Shimizu Corporation, eine in Tokio ansässige Baufirma, ist schon dabei, konkrete Pläne für künstliche Inseln zu entwerfen, die auf der Oberfläche des Pazifiks schwimmen und auf denen dann eine neue Stadt gebaut werden kann. 

Die Stadt soll aus mehreren Inseln bestehen, wobei jede Insel etwa 3 Kilometer im Durchmesser haben wird. In der Mitte der Inseln steht dann jeweils ein Wohnturm, der für bis zu 30`000 Menschen eine neue Heimat wird. Auch für Geschäfte und Büros soll dort Platz sein.

Ein fantastischer Plan - Kiribati soll die erste "schwimmende Nation" der Welt werden...

Und natürlich wären die Inseln auch mit Hafenanlagen bis hin zu einem kleinen Flughafen ausgestattet. 

Masayuki Takeuchi, Chefdesigner und führender Kopf des "Green Float Project", hatte vor Jahren schon die Idee zu riesigen schwimmenden Inseln. Die sollten speziell in Japan eine Lösung sein für den Platzbedarf einer schnell wachsenden Bevölkerung, und zudem Schutz bieten vor Erdbeben und Tsunamis. 



Technisch diese Inseln zu erbauen - kein Problem. Das liegt eher auf der Seite der Kosten. Auf über 380 Milliarden Euro werden die Kosten derzeit geschätzt - fast 3`000 mal so hoch wie das BIP von Kiribati. 

Wo das Geld herkommen soll, ist derzeit nicht klar, aber sowohl Kiribatis Präsident Anote Tong als auch Masayuki Takeuchi sind sicher, dass eine Lösung gefunden wird. 

Eine Lösung MUSS gefunden werden. Denn eine ganze Nation ist gerade mal 1,8 Meter vom völligen Untergang entfernt - nur noch so hoch ragt Kiribati an der höchsten Stelle aus dem Meer.

Mein Weiter-Lese-Tipp >>> in unserem Travel-Blog - Kiribati geht unter

Update 29.Mai 2014

An diesem Tag hat Kiribati offiziell Land auf der Fiji-Insel Lanua Venu angekauft. So wurde schon ein erster "Fluchtpunkt" geschaffen - wenn auch auf Zeit. Denn auch die Fiji-Inseln werden irgendwann vom steigenden Wasser "eingeholt".






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