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#nicht immer brav aber...immer wOw


Der Tag an dem John F. Kennedy ermordet wurde

Am 22. November jährt sich jener furchtbare Tag, an dem John F. Kennedy kaltblütig in Dallas ermordet wurde. Die Nachricht verbreitete sich damals in Windeseile über die ganze Welt - und liess sie vor Schock erstarren. Doch dieser Tag barg noch weitere schreckliche Dinge. Meine ganz persönlichen Erinnerungen an den Todestag von John F. Kennedy.


22. November 1963: Wie immer wurde ich in der Früh von meinem Radiowecker geweckt. Doch dieses Mal erklangen nicht rasante Schlagermelodien, die einem den letzten Schlaf aus den Augen trieben, sondern Trauermusik. Ich weiss genau noch, dass ich dachte: Was ist da los, was ist passiert. 

Dann kamen die Nachrichten und ich konnte es einfach nicht fassen: John F. Kennedy war in Dallas (Texas) ermordet worden. Wie war das nur möglich? All unsere Hoffnungen, auf ein friedliches Nebeneinander in dieser, unserer Welt, gingen mit einem Schlag verloren. 

Jedenfalls fühlten in diesem Augenblick Millionen von Menschen das Gleiche. Für uns war der 35. Präsident von Amerika so etwas wie ein Hoffnungsträger, unantastbar in seiner Loyalität, Aufrichtigkeit und eben kurz gesagt: "The good Boy"!

Nun, wir wussten damals natürlich nichts, von seinem Doppelleben! Dass er genau so ein Lügner war, wie es halt fast alle Menschen sind, besonders in gehobenen Positionen.  
Ein notorischer Schürzenjäger, dem es nicht um Gefühle ging, sondern nur, wie viele Frauen er flach legen konnte. Was ja in seiner Stellung absolut nicht schwer war. Und dem es wohl einerlei war, wie sehr seine Frau Jacky darunter litt.

Zugute halten muss man ihm wohl, dass er wohl schon als Kind unter dem Druck seines herrschsüchtigen Vaters litt und nach dem Tode seines älteren Bruders in die Rolle des Politikers gedrängt wurde. Und noch eines: Es gibt und gab wohl viel schlechtere Präsidenten nach ihm!

Nun, so viel zu John F. Kennedy, mehr muss ich wohl darüber nicht berichten, gibt es ja sonst genug Stellungnahmen. Doch da ich am Anfang meine persönlichen Erinnerungen an diesen Tag erwähnte, möchte ich doch noch etwas hinzufügen.

Es war nämlich nicht das einzig Schlimme was ich an diesem Tage erlebte und was mich erschütterte.

Nach diesen unfassbaren Nachrichten beschloss ich meinen Mann von der Frühschicht in der damaligen "Viscose" abzuholen. Ich konnte es nicht erwarten, mit ihm die schreckliche Nachricht zu besprechen. 

Kaum aus dem Haus, nahm ich einen Feuerschein wahr und als ich in der Ortschaft Widnau zur "Ochsenkreuzung" kam fuhr mir der Schreck durch alle Glieder. Wie gesagt, es war November, es war schrecklich kalt und die Strassen eisig. Zwei Autos waren zusammengestossen und eines brannte lichterloh!

Es war ein kleines Auto mit Vorarlberger Nummer und ein Schweizer Mercedes. Diesem Fahrer war nichts passiert! Doch der andere Fahrer kam dabei ums Leben. Und das wirklich Entsetzliche war: In diesem brennenden Auto lag dieser Fahrer, schon fast verkohlt und einen Arm hatte er wie anklagend gegen den Himmel gestreckt. 

Bemerken muss ich wohl noch, dass ich mein erstes Kind erwartete und ich fast ohnmächtig wurde. Doch dann geschah etwas noch viel Entsetzlicheres: 

Aus dem Fenster vom Parterre im Eckhaus lehnte eine alte Frau, die das Geschehen beobachtete. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, denn sie sagte ohne irgendwelches Mitgefühl: "Das isch ja eh nur a Östricher (Österreicher)!"

Wie viel Dummheit, Hass und Vorurteile muss eigentlich ein Mensch besitzen, um so einen Satz von sich zu geben?

Das ist nun über 50 Jahre her, aber vergessen werde ich diesen Tag wohl nie!






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