Einsatz für Strassenkinder in Brasilien - ProVIDA

Kennst du ProVIDA? Nun, bis letzten Donnerstag habe ich es auch nicht gekannt. Denn dort hielten Cornelia und Martin Hollenstein, die seit 20 Jahren sich in Brasilien leben, im Evangelischen Kirchgemeindehaus des Schweizer Ortes Heerbrugg einen Vortrag.  Kurz und gut, ProVIDA ist ein Projekt, welches sich für Strassenkinder in Brasilien einsetzt.

ProVIDA setzt sich für die Schwächsten ein...

Brasilien - wer denkt da nicht an Sonne, Strand, heisse Rhythmen und ebensolch heisse Frauen, lachende Gesichter und Samba! Nun ja, wir wissen natürlich auch, dass dies sicher nicht der Alltag ist, aber wieviel wissen wir über das wirkliche Leben in den Favelas (Elendsvierteln), den Strassenkindern, die weder ein Zuhause noch irgendwelche Zuwendung kennen. Vielfach werden sie schon sehr früh aus dem Elternhaus gejagt oder gar als Babys ausgesetzt und sie bleiben sich selbst überlassen.

Natürlich kommen sie Not gedrungener Massen mit Drogen, Prostituierten und Mördern in Berührung und sind so dem Leben, welches von Brutalität beherrscht wird, ausgeliefert. Wer interessiert sich schon für die Tausende von Menschen, die im Trockengebiet leben und von Armut, Hitze und Aberglauben geplagt sind.

Am schlimmsten trifft es die Kinder, die ohne Perspektive sind, Teenager, die selbst zu Mördern werden, aber wem interessiert das schon? Es ist ein unangenehmes Thema, über das man halt nicht gerne spricht.

Doch es gibt sie, die Organisationen, denen dies all nicht gleichgültig ist. Es sind die Projekte ProVIDA, ProRIBEIRINHO und ProSERTÀO. Diese setzen sich für die Ärmsten der Armen ein, versuchen zu helfen, holen die Kinder von der Strasse und versuchen vor allem die Eltern zu überzeugen, dass ihre Kinder unbedingt eine Schule besuchen müssen.

Denn keine Schule, keine Arbeit, ohne Arbeit kein Geld und der Teufelskreis beginnt von vorn. Man denkt, dass die Wirtschaft in Brasilien einen enormen Aufschwung genommen hat. Es stimmt! Auf dem Weltmarkt hat das Land einen immer höheren Stellenwert.  
Doch weil Brasilien so riesig ist, sind die Unterschiede in diesem Land genau so gross. Die Industriestandorte befinden sich grösstenteils im Süden, da dieser durch Faktoren wie Klima oder Rohstoffvorkommen weitaus privilegierter ist als der Norden.

Die Entwicklung im sozialen Bereich ist trotz des wirtschaftlichen Fortschritts alarmierend. Die Ungerechtigkeiten sind gross, was in einigen Regionen und Städten eine hohe Gewaltquote verursacht.  Besonders der Bundesstaat Para mit der Hauptstadt Bélem (was so viel wie Bethlehem bedeutet) ist laut offiziellen Statistiken eines der gewalttàtigsten Gebiete in Brasilien. Allein die Tötungsdelikte in Bélem haben in den letzten zehn Jahren um 327 Prozent zugenommen.

Die extreme Armut, grosse Suchtproblematik, prekäre hygienische Verhältnisse, kinderreiche Familien, wenig Verantwortungsbewusstsein der Eltern, häufiger Partnerwechsel, geringe Wohnfläche, frühe Schwangerschaften und hohe Arbeitslosigkeit führen dazu, dass eine hohe Anzahl von 13- bis 18jährigen im Gefängnis landen.

Was bewirkt ProVIDA

Durch viele Aktivitäten versucht ProVIDA in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchgemeinden, die Kinder von der Strasse zu holen. Man versucht, ihnen eine ausgezeichnete Grundlage für den späteren Besuch der öffentlichen Schulen zu bieten und macht auch regelmässige Hausbesuche. So hofft man, mit den Geschwistern und Eltern in Kontakt zu kommen. Man hat schon viel erreicht, aber es wird wohl noch eine Unmenge Arbeit auf diese Organisatione zukommen und ohne Spenden werden sie wohl nicht weiterkommen.

Sollte sich jemand für die Strassenkinder aus Brasilien und der Organisation interessieren so kann man sich gerne unter

Cornelia und Martin Hollenstein
Auestrasse 37
9435 Heerbrugg
071 720 06 03

martin.hollenstein@sam-ame.org
Cornelia.hollenstein@sam-ame.org

melden.

Es würde sie sicher freuen.




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