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30`000jähriger Riesen-Virus im ewigen Eis entdeckt

Es klingt ja wie der Anfang eines Science-Fiction-Films. Forscher entdecken im ewigen Eis ein riesiges Virus, tauen es auf - und das Ding lebt wieder! Genau das ist jetzt Forschern in Frankreich gelungen. Sie haben ein seit 30`000 Jahren eingefrorenes Riesenvirus wieder zum Leben erweckt. Und das Urzeitvirus ist immer noch höchst ansteckend!



Doch das ist nicht das einzige an diesem Virus aus dem sibirischen Permafrost, das die Wissenschaftler erstaunt und teilweise als sicher geltende Erkenntnisse der Vergangenheit zerbröckeln lässt. 

Da ist als erstes mal seine Grösse. Dieses neue Virus ist mit einer Grösse von 1,5 Mikrometern (0,0015 Millimeter) vergleichbar mit einer Bakterie! Zwar wurden schon vor wenigen Jahren vergleichsweise grosse Viren gefunden, das Neue ist aber das bisher grösste entdeckte Virus der Welt.

Die Evolutionsbiologen Jean-Michel Claverie und Chantal Abergel von der Université d'Aix-Marseille in Frankreich haben deshalb das von ihnen entdeckte Virus "Pithovirus sibericum" getauft. Der Name entstand in Anlehnung an das griechische Wort "pithos", was in etwa "grosses Gefäss" bedeutet.

Überraschung Nummer zwei: Unter dem Mikroskop scheint erscheint Pithovirus sibericum als dickwandig oval , mit einer Öffnung an einem Ende - damit ähnelt es anderen bekannten Viren. Im Inneren jedoch ist der Aufbau ein vollkommen anderer.

Pithovirus sibericum scheint gerade einmal 467 Proteine zu bilden, während das Genom anderer Viren aus bis zu 2500 Proteinen besteht. Das Riesenteil ist im Grunde also leer. So etwas haben Forscher bisher noch nie gesehen. 

Was die Forscher allerdings richtig besorgt hat weniger mit "Pithovirus sibericum" zu tun - das nämlich hat es zu unserem Glück nur auf Amöben abgesehen und zeigt deshalb an uns Menschen keinerlei "Interesse". 

Was aber nicht auch für andere noch gefrorene Viren gelten muss. Das aktuelle Beispiel zeigt, dass die Gefahr eines im inzwischen gar nicht mehr so ewigen Eis lauernden Killervirus absolut real ist. 

Wie gross diese Gefahr tatsächlich ist, das können und wollen die französischen Forscher nicht einschätzen. 






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