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#nicht immer brav aber...immer wOw


Leben wir im Weltall länger?

Die gute Nachricht: Juhuuuu, wer durchs Weltall reist, der lebt aus der Sicht der auf festem Boden gebliebenen Erdenbürger tatsächlich länger. Das haben Weltraumreisende einem Phänomen namens Zeitdilatation zu verdanken, die ursprünglich von einem gewissen Albert Einstein entdeckt wurde. Schon die Astronauten der ISS spüren diesen Effekt. Bevor ihr aber jetzt auch alle auf die ISS wollt, um länger zu leben, solltet ihr aber weiterlesen, denn die Geschichte hat auch einen Haken. 

Astronauten leben tatsächlich länger ... 

War ja klar, oder? ;-) Schnell ein Ausflug zur Relativitätstheorie des Albert Einstein. Die besagt unter anderem, dass Geschwindigkeit und Zeit in einem direkten Verhältnis zueinander stehen. Je schneller sich ein Objekt bewegt, umso langsamer vergeht die Zeit auf diesem Objekt.

Dieser Effekt wirkt schon bei den Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS. Weil die sich wesentlich schneller als wir auf der Erde durch den Raum bewegen, vergeht dort oben die Zeit ein klein wenig langsamer.

Als Anti-Aging-Programm lohnt sich so ein Aufenthalt auf der ISS allerdings nicht - nach einem 6monatigen Aufenthalt hättest du gerade mal 0,007 Sekunden Extra-Leben rausgeholt, wie es der ISS-Astronaut Ed Lu berechnet hat.

Na, immerhin. Aber auch wenn die Geschwindigkeit noch viel höher und deine "zusätzliche" Zeit mehr wäre, das ganze hat eine ganze Menge Haken. Der erste ist mal, dass wir die gewonnen Zeit nicht merken. Erst wer nach seinem Megaspeed-Weltraumausflug zurück kommt merkt anhand der zurück gebliebenen Erdenbürger, wieviel Zeit dort vergangen ist.

Das richtig grosse Problem allerdings kommt noch. Zuerst mal sprechen wir darüber, woran man "älter werden" denn eigentlich merkt. Der Alterungsprozess beinhaltet üblicherweise recht uncoole Dinge wie dass Knochen brüchig werden, Muskeln verkümmern, Gelenke steif werden, die Blase immer unberechenbarer oder die Haut trotz Unmengen von Feuchtigkeitscremes und Schneckenschleim immer faltiger wird.

Während die meisten von uns einige Jahrzehnte Zeit haben, bevor wir die ersten Auswirkungen des Älter werdens merken, fängt - Achtung, jetzt kommt das wahre Problem - für Menschen im Weltall die ganze Geschichte viel früher an. Um genau zu sein, quasi sobald sie weg von der Erde und draussen im Weltraum sind.

Astronauten durchleben das Alt werden quasi im Schnelldurchlauf. Und wie im wahren "Erdenleben" sind die meisten Anzeichen nicht reversibel.

Der Hauptgrund für das rapide Altern im Weltraum ist das Fehlen der Schwerkraft. Sind Menschen im schwerelosen Raum, dann verkümmern zum Beispiel die Muskeln, weil sie nicht mehr beansprucht werden. Das kann letztendlich sogar tödlich sein, weshalb Astronauten mit speziellen Trainingsgeräten dagegen arbeiten müssen.

Ähnliches passiert auch mit den Knochen. Weil die Knochen viel weniger Gewicht stützen müssen, wird die Produktion von neuem Knochenmaterial verringert, die Astronauten verlieren bei einem längeren Aufenthalt im All 1-2 Prozent der Knochenmasse - im Monat! Weshalb bisher Astronauten nach maximal 6 Monaten zurück auf die Erde geholt werden, wo sich der Knochenverlust Gottseidank bald wieder einpendelt.

Diese zwei Punkte sind auch die Hauptprobleme, die bei einer Reise auf den Mars zu lösen wären. Rein technisch wäre das nämlich schon jetzt kein Problem. 

Länger leben durch eine rasante Reise im Weltall? Derzeit stehen dem "Zeitgewinn" eine Menge Nachteile entgegen. Wer länger auf Erden wandeln will, sollte deshalb vielleicht doch eher einen Blick auf Dmitry Itskov werfen, der >>> Milliarden in sein Projekt 2045 steckt und schon erste Erfolge vorweisen kann.

Ansonsten halten wir uns an Fritz Wöss, der die Frage stellte: "Hunde, wollt ihr ewig leben?" ;-)






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