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#nicht immer brav aber...immer wOw


Brief von Gerd – Lieber weiser Philosoph Zhuangzi, Liebes Nichts-Tun!

Beschäftige mich schon seit einiger Zeit intensiv mit dir. Du bist ein chinesischer Weiser der um 365 v.Chr. - 290 v.Chr. gelebt hat. Du bist also schon über 2300 Jahre tot – ABER deine Gedanken liest man immer noch, kennt man immer noch UND sie stimmen immer noch. Dein Name Zhuangzi (auch Dschuang Dsi)



Es ist etwas kompliziert sich in dein Werk einzulesen. Viele Worte verstehe ich nicht. Deine Sprache ist ganz anders, als ich es gewohnt bin – ABER ab und zu verstehe ich ganz genau, was du sagen wolltest. Ich schreib jetzt einfach nur die Dinge von dir auf, die ich verstehe. Wer mehr von dir erfahren will, der soll ein Buch von dir lesen oder im Internet stöbern. Da gibt es hunderte Seiten über dich.

Du hast einen meiner Lieblingssätze „Weniger ist mehr“ gelebt. So z.B. als man dir die Führung des Reichs angeboten hat. Du hast dankend abgelehnt – ABER in so einer weisen Art.. hier deine Antwort auf das Angebot.

»Ihr habt das Reich geordnet. Da nun das Reich bereits in Ordnung ist, so würde ich es nur um des Namens willen tun, wenn ich Euch ablösen wollte. Der Name ist der Gast der Wirklichkeit. Sollte ich etwa die Stellung eines Gastes einnehmen wollen? Der Zaunkönig baut sein Nest im tiefen Wald, und doch bedarf er Eines Zweiges nur. Der Maulwurf trinkt im großen Fluss, und doch bedarf er nur so viel, um seinen Durst zu stillen. Geht heim! Laßt ab, o Herr! Ich habe nichts mit dem Reich zu schaffen.“

Unglaublich – diese Art der Antwort.. und weiter schreibst du über die „Gnade des Unbrauchbaren“ - auch da muss man zweimal lesen, um den Sinn dahinter zu erkennen.

„..sich nicht zu binden – in irgendwelche Vereinzelung hinein. Denn die Vereinzelung gibt zwar Brauchbarkeit, aber gerade diese Brauchbarkeit ist der Grund dafür, daß man verwendet wird. Man wird eingespannt in den Zusammenhang der Erscheinungen, wird ein Rad in der großen Gesellschaftsmaschine, aber eben dadurch zum Berufsmenschen und einseitigen Fachmann, während der »Unbrauchbare«, der über den Gegensätzen Stehende eben dadurch sein Leben rettet.“

Du redest dem „Nichts-tun“ das Wort – du redest davon, dass sich die Welt sowieso dreht und IHREN Lauf nimmt – egal was man als Einzelner macht.

„Im goldenen Zeitalter, da saßen die Leute umher und wußten nicht, was tun; sie gingen und wußten nicht, wohin; sie hatten den Mund voll Essen und waren glücklich, klopften sich den Leib und gingen spazieren. Darin bestand die ganze Fähigkeit der Leute, bis dann die »Heiligen« (sc. die Weisen) kamen und Umgangsformen und Musik zurechtzimmerten, um das Benehmen der Welt zu regeln, ihnen Moralvorschriften aufhängten und sie danach springen ließen…

Und auch über die letzten Dinge im Leben hast du geschrieben.. ich bin fasziniert...
Entsprechend gelassen sahst du auch deine eigene Beerdigung.

„Die wahren Menschen der Vorzeit kannten nicht die Lust am Geborensein und nicht den Abscheu vor dem Sterben. … Gelassen gingen sie, gelassen kamen sie.“

Eines der letzten Kapitel erzählt von deinem Tod.
Dschuang Dsï lag im Sterben, und seine Jünger wollten ihn prächtig bestatten.
Dschuang Dsï sprach: »Himmel und Erde sind mein Sarg, Sonne und Mond leuchten mir als Totenlampen, die Sterne sind meine Perlen und Edelsteine, und die ganze Schöpfung gibt mir das Trauergeleite. So habe ich doch ein prächtiges Begräbnis! Was wollt ihr da noch hinzufügen?«
Die Jünger sprachen: »Wir fürchten, die Krähen und Weihen möchten den Meister fressen.«
Dschuang Dsï sprach: »Unbeerdigt diene ich Krähen und Weihen zur Nahrung, beerdigt den Würmern und Ameisen. Den einen es nehmen, um es den andern zu geben: warum so parteiisch sein?«

Nachdem ich ja Zitate, vor allem chinesische Zitate, so sehr liebe, hier noch ein paar ganz besonders schöne von dir...ich danke dir für deine weisen Worte für die Ewigkeit.

  • Der Wert eines guten Abkommens beruht auf seiner Dauer
  • Es ist derjenige am weitesten von der Wahrheit entfernt, der auf alles eine Antwort hat.
  • Ach, wenn dein Herz fest ist, dann magst du untätig weilen beim Nicht-Handeln, und alle Dinge wandeln sich selber
  • Wer fähig ist, in Muße zu leben, der kann nicht anders, als in Muße sein; wer nicht fähig ist, in Muße zu leben, der vermag die Muße nicht zu ertragen
  • Wer in Verborgenheit wandelt, der hat Licht in allem, was er tut
  • Jene, die ohne Grund sich zusammentun, trennen sich auch wieder ohne Grund.
  • Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht im fließenden Wasser, sondern im stillen Wasser
  • Ein Weg bildet sich dadurch, dass er begangen wird.

In Gedanken – euer G.Ender – I write not only for your smile
Wer Zeit und Lust hat - hier meine über 380 Briefe von Gerd






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