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#nicht immer brav aber...immer wOw


Russland und die USA. Wer ist Gut und wer ist Böse?

Amerika ist gut, Russland ist böse! Stimmt doch, oder? Na wenigstens ist das in den meisten Köpfen unseres so selbstherrlichen und arroganten Westens.

Wer droht mit Krieg ... und wer sucht den Frieden?

Oftmals frage ich mich, warum im allgemeinen unsere Meinungen dahin gehen, dass alles was gut ist aus Amerika kommt, und das Böse aus Russland? Und ich kann mir eines Grinsens nicht erwehren, wenn der ach so goldene Westen sich einbildet, sie könnten mit so genannten Sanktionen Russland in die Knie zwingen.

Wie naiv sind wir denn eigentlich? Es grenzt nur an Lächerlichkeit wenn Amerika und die EU-Staaten gross und breit erklären, was sie alles gegen Russland und insbesondere gegen Putin unternehmen wollen.  
Nun, eines ist jedenfalls sicher, auf eine Antwort Putins brauchen wir nicht lange zu warten und vermutlich lacht er sich einen Ast ab über all das grosse Bla-bla des Westens. Die EU hat immer nur halbherzig auf alles reagiert und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern!

Was wollen wir eigentlich? Die Menschen in der Ukraine haben gewählt und ihren Standpunkt klar gemacht. Wenn sie zu Russland wollen, sollen sie zu Russland gehen. Wollen sie in der Ukraine verbleiben, dann sollen sie es auch. Warum glauben wir eigentlich, uns überall einzumischen müssen.

Und vielleicht sollten wir uns einmal fragen, wie lebensfähig die Ukraine wirklich ist? Und ohne Milliardenhilfe wird der wirtschaftliche Bankrott kaum aufzuhalten sein. Der Westen sollte seine Hilfe wohl mehr den eigenen Leuten zukommen lassen, aber seltsamerweise ist dafür kein Geld vorhanden.

Die EU-Staaten und Amerika bilden sich ein, es wäre ihre Bestimmung, überall das grosse Wort zu führen. Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, wie oft Amerika und all die europäischen westlichen Länder einen Krieg angefangen haben und wie oft die Sowjetunion? Na, macht es vielleicht bei einigen „klick“?

Und wer hat im „Kalten Krieg“ einen Atomangriff verhindert? Ganz sicher kein Amerikaner oder Deutscher! Es war Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow, Oberstleutnant der sowjetischen Luftverteidigungsstreitkräfte, der 1983 die Nerven behielt. Er war es, der den Angriff der USA mit nuklearen Interkontinentalraketen auf die UdSSR als Fehlalarm einstufte und damit wohl das Auslösen eines Atomkriegs verhinderte.

Und die von uns so verherrlichten Amerikaner? Wie oft beginnen sie Kriege mit einer grossen Lüge! Ich möchte hier nicht weiter ins Detail gehen über die Grausamkeiten, doch nur einige sollen hier genannt werden: Korea, Golfkriege, Vietnamkrieg, Irak, Afghanistan usw. Und die Amerikaner sind nur dann an Ort und Stelle, wenn sie riesige Vorteile für sich dabei sehen.

Ich möchte hier absolut nicht die Russen verteidigen, aber genau so wenig den Goldenen Westen. Aber eines ist sicher: Bevor wir nur einseitig urteilen, sollten wir ein wenig nachdenken und vielleicht auch darüber, dass Putin uns mit einem Lächeln in die Hosentasche steckt.






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17 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. ... die bösen Russen sind auch Schuld daran, dass sich Militär und Polizei im großen Stil von Kiew abwendet und die Seiten wechseln.

    Soldaten und Polizei, wie viele Ukrainer haben erkannt, wer hier die wahren Bösen sind, sonst würden sich nicht immer mehr auf die Seite der Russen schlagen.

    USA, Nato und die EU-Politker sollten langsam erkennen, dass ihr Putsch fehlgeschlagen ist und sich mit der Niederlage anfreunden.

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  2. Liebe Dagmar, Sie wissen ja, ich bin ja oft nicht Ihrer Meinung, aber heute haben Sie mich vollends auf Ihrer Seite! Es tut gut, wenn mutige Menschen mal nicht diese Anti-Russische Propaganda der übelsten Sorte der ganzen grossen Medien nachplappern! Bravo, bravo!

    PS: Aber verlassen Sie sich jetzt nicht darauf, dass ich Ihnen künftig immer zustimmen werde ^^

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    1. Lieber Arkini das erwarte ich auch gar nicht (ich meine immer eine Zustimmung), das wäre mir auch gar nicht recht, den jeder Mensch sollte unbedingt eine eigene Meinung vertreten, aber in diesem Fall freut es mich um so mehr. Grüsse und schöne Ostern!

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  3. Ein bemerkenswerter Kommentar, der wohltuend realistisch ist, vor allem im Vergleich zu vielen aufgeregten Beiträgen anderer Medien, die offenbar gerne in die Logik des kalten Krieges - USA=Gut, Russland=Böse - zurückfallen.

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  4. Mir fällt da ein altes deutsches Sprichwort ein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

    Ein Blick auf die Landkarte zeigt, wer der Aggressor ist. Immer enger schlingt sich der Kreis von NATO-Staaten gespickt mit US-Militärbasen um Russland. Was, würde Russland diesselbe Politik verfolgen, und ein Staat nach dem anderen wäre plötzlich in einem Militarbündnis mit Russland? Italien plötzlich voller Russen-Militärbasen? Die USA hätten schon längst alles in Schutt und Asche gebombt.

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    1. Liebe @Anke, wieso "hätten"? Das US Militär schlägt doch seit dem Zweiten Weltkrieg hemmungslos auf alles ein, was a) ihnen bzw. ihren heimlichen Führern nicht passt und b) schwächer scheint.

      Womit die US-Führung - wer immer das auch sein mag, aber garantiert nicht dieser Obama - nicht gerechnet hat, ist ein Putin, der geschickt und überlegt reagiert - und sich nicht einen Deut beeindruckt zeigt von den Drohgebärden der US-Führung.

      Damit können einige nicht umgehen und greifen zu "altbewährten" Mitteln. Unruhe stiften, angeblicher Aufstand, Tote, und - da könnt ihr mich beim Wort nehmen - in einiger Zeit ein UNO-Mandat zur "Befriedung" der dann völlig zerstörten Ukraine.

      Seltsamerweise stellen die USA in den allermeisten Fällen das Hauptkontingent der UNO-"Friedenstruppen". Nur dort nicht, wo kein Erdöl oder sonstige Bodenschätze zu finden sind.

      Mir tun die Menschen in der Ukraine leid - sie werden mit viel Blut und Leid zahlen.

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  5. 96% der stimmberechtigten Bevölkerung der Krim haben das Referendum zur Angliederung an die Russische Föderation unterstützt! Trotzig geht nun das Gejammer bei der NATO los.
    Mangels Argumenten wird bei den Aggressoren von Jugoslawien und Afghanistan, den Atombombenwerfern von Japan, Chemiewaffen-Verbrechern von Vietnam, den Uran-Verstrahlern von Irak auf antirussische Stimmungsmache gesetzt!

    Dabei hat die NATO Russland eingekreist! Sie ist samt Raketen hautnah an Russlands Grenzen herangerückt. Ehemalige Mitglieder des Warschauer Paktes wurden zu NATO-Mitgliedern gemacht. Die NATO kündigt die Zusammenarbeit mit Russland auf, verlegt Flugzeuge in die russischen Nachbarländer, ins Baltikum, nach Polen und hält Manöver in der Ostsee ab.
    Die NATO tut so als läge der Russe vor New York. Und vergessen Sie nicht, seit Februar herrscht in der Ukraine - in unmittelbarer Nähe zu Russland - ein von der NATO bezahltes verfassungsfeindliches, illegales, Faschisten einschließendes oder tolerierendes Putschregime!
    Niemand, kein einziger Ukraine, hat dieses Putschregime gewählt. Und dass Interimspräsident Turtschinow ein ehemaliger Banker ist, das ist "garantiert" ein Zufall.

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    1. @Weblock

      Sie haben vollkommen Recht! Was, wenn Mexiko oder Canada ein Bündnis mit Russland eingingen??? Obama und seine Schergen würden garantiert nicht die gleiche Besinnung und Ruhe an den Tag legen wie ein Putin! Über den mag man sagen was man will, aber dieser Mann ist es, der uns alle gerade vor einem Krieg bewahrt!

      Mit Grüssen aus Hamburg, Mike Sörensen

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  6. Deutschland hat gelernt aus dem Zweiten Weltkrieg. So leicht wie damals lässt es sich von Propaganda-Maschinerien nicht mehr in die Irre führen!

    Der grösste Teil der Deutschen erkennt sehr wohl, wer hier die Kriegstreiber sind! Und Putin ist es nicht.

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  7. Richtig kann es doch nur sein, dass die EU und Russland die Verlierer sein werden in einem Konflikt und Obama ist der Gewinner! Der lacht sich doch jetzt schon kaputt , wenn er sieht, wie sich Europa wirtschaftlich miteinander das Wasser abgraben tut.

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    1. Richtig - stehen doch "seltsamerweise" oder passender weise schon US-Konzerne bereit, die die Ukraine und die armen Gas-losen EU-Staaten mit Gas beliefern wollen. Zufall??? Denkt doch wohl nur ein Idiot.

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  8. Ich möchte mich sehr für all eure Antworten bedanken. Wie gut es tut, zu sehen, dass doch viele Menschen die Wahrheit erkennen und nicht auf grosses Getöse und Waffenklappern hereinfallen. Es freut mich und ich wünsche allen ein schönes und vor allem friedliches Osterfest. Dagmar

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  9. Danke! Danke dafür, dass ihr hier so mutig seid, auch Beiträge zu veröffentlichen, die den "Führern" in Brüssel und noch mehr Washington sicher nicht gefallen! Ihr und in diesem Fall speziell Dagmar macht dem Anspruch "Blogger" alle Ehre!

    Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland:

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.


    Derzeit bereiten die USA und ihre Vasallen einen Krieg gegen die Ukraine und gegen Russland vor! Unter an den Haaren herbeigezogenen Vorwänden, gegen die sogar Hitlers Propagandamaschinerie alt aussieht!

    Die Bevölkerung Europas und besonders Deutschlands wird von den staatlichen und staatlich geförderten Medien mit Falschmeldungen manipuliert und soll auf KRIEG eingestimmt werden.

    Deshalb berufen wir uns auf unser in der Verfassung verankertes und nicht veränderbares Recht auf WIDERSTAND!

    A K T I V E R W I D E R S T A N D in der Bevölkerung!

    Dieser Widerstand muss JETZT erfolgen. Bleibst du weiterhin tatenlos, werden die Konsequenzen verheerend sein. Deine Angst vor möglichen, strafrechtlichen Konsequenzen ist nichts im Vergleich zur Angst, die du vor diesem neuen Superstaat haben solltest!

    Was kannst du tun?

    Boykott wo es nur geht! Arbeitsverweigerung (mit oder ohne Krankenschein), Streik, Protestmails und Kettenbriefe an Behörden, Beschwerden an Institutionen, offener Protest auf der Straße, Konsumverweigerung durch Einschränkung, massive Rücktrittsforderungen per Brief, Mail, Kleinanzeigen, auf Blogs und Homepages, selbst eine tägliche Portion Hundekot in den Amtsbriefkästen und, gut verteilt, auf den Stufen der Behörden ist eine Form von Protest.

    Sei kreativ und agiere dort, wo das System seinen Tribut fordert. Verziere Arbeitsämter, Rathäuser, Parlamentsgebäude und Banken mit eindeutigen Botschaften. Stelle alle Arten von Anträgen – auch die, die du nicht brauchst und überlaste damit das System. Male die beliebten „Blitzer“ und Parkautomaten so an, dass sie unbrauchbar sind oder „parke“ dein Auto mitten auf einer Kreuzung.

    Es gibt viele Möglichkeiten des aktiven Widerstands. Wir haben genug geredet, gefordert, verhandelt und prozessiert. Aber wir wurden ignoriert und verspottet, als Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale verunglimpft! Nicht wir haben diesen Krieg begonnen sondern die skrupellosen und korrupten Verräter in den Regierungskreisen!

    Ab heute ist Widerstand deine oberste und einzige Bürgerpflicht mit dem Ziel, dieses Pack europaweit aus Amt und Würden zu verjagen! Involviere Polizei und Sicherheitskräfte, kontaktiere Armeeangehörige und fordere sie auf, an der Seite des Volkes zu stehen. Wir brauchen ein neues, menschenfreundliches System und die Zeit dafür ist JETZT.

    Dieser Kampf richtet sich ausnahmslos gegen die politische Kaste, das Rechtssystem, das Banken- und Geldsystem! Seid also freundlich zu den Angestellten der öffentlichen und privaten Dienste.

    Quelle: La grande Finale - Eine hervorragende Arbeit von unserem Kommentar-Schreiber “Wanderer”, mein Dank, sagt Maria Lourdes! Übersetzt und teilt ihn mit euren Freunden! Verbreitet diesen Aufruf in allen Foren und Blogs, auf Webseiten und auf der Straße! Der letzte Kampf beginnt heute!

    Nachsatz: Wir haben mit Füssen auf jene Generation getreten und gespuckt, die nichts gegen Hitler und sein Nazi-Regime unternommen hat.

    Was wird die nächste Generation - sollte sie überleben - von uns sagen???

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  10. Horst D. Deckert21. April 2014 um 10:56

    Der ehemalige Oberstleutnant der NATO-Luftwaffe, Jochen Scholz, schrieb einen offenen Brief an den Präsidenten Russlands, Wladimir Putin. Der Brief, der es in sich hat, kann nachfolgend in der unveränderten original Fassung gelesen werden.

    Sehr geehrter Herr Präsident!

    In Ihrer Rede vor der Staatsduma baten Sie um Verständnis bei den Deutschen.
    Wir sind deutsche Staatsbürger, die die Nachkriegszeit mehrheitlich in der Westhälfte Deutschlands erlebt haben. Als der Kalte Krieg 1990 beendet und unser Land vereinigt wurde, ging ein Aufatmen durch die Welt, weil die stets drohende Gefahr einer nuklearen militärischen Auseinandersetzung gebannt schien, die den gesamten Globus in Mitleidenschaft gezogen hätte.

    Deutschland wäre ausgelöscht worden.

    Den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus hat, unter unvergleichlichen Opfern, die Sowjetunion geleistet. Gleichwohl war sie 1990 bereit, die deutsche Wiedervereinigung zu unterstützen, 1991 die Warschauer Vertragsgemeinschaft aufzulösen und die NATO-Mitgliedschaft Gesamtdeutschlands zu akzeptieren. Dies wurde vom Westen nicht honoriert.

    Der damalige Botschafter der USA in Moskau (1987 bis 1991), Jack Matlock, hat vor wenigen Tagen in der Washington Post bestätigt, dass Präsident Bush zugesagt hatte, die Großzügigkeit Präsident Gorbatschows nicht auszunutzen. Die Ausdehnung der NATO bis in ehemalige Sowjetrepubliken, die Errichtung von Militärstützpunkten in ehemaligen Warschauer Vertragsstaaten und der Aufbau eines Raketenabwehrschirms in Osteuropa bei gleichzeitiger Kündigung des ABM-Vertrages seitens der USA sind nicht nur eklatante Wortbrüche.

    Diese Maßnahmen können auch von uns nur als Machtprojektion der westlichen Führungsmacht verstanden werden, die gegen die von Ihnen betriebene staatliche und ökonomische Konsolidierung Ihres Landes nach Ihrem Amtsantritt im Jahr 2000 gerichtet sind. Keir A. Lieber und Daryl G. Press haben 2006 darüber hinaus in „Foreign Affairs“ mit ihrem Artikel „The Rise of U.S. Nuclear Primacy” überzeugend dargelegt, dass der Raketenabwehrschirm einen nuklearen Erstschlag zur nuklearen Neutralisierung Russlands ermöglichen soll.

    Diese Vorgeschichte in geraffter Form bildet den Hintergrund ab, vor dem wir die Ereignisse in der Ukraine seit November 2013 beurteilen. Inzwischen ist vielfach dokumentiert, dass die USA die berechtigten Proteste der ukrainischen Bevölkerung für ihre Zwecke instrumentalisiert haben. Das Muster ist aus anderen Ländern bekannt: Serbien, Georgien, Ukraine 2004, Ägypten, Syrien, Libyen.

    Auch die Störfaktoren Europäische Union und OSZE wurden, postwendend, innerhalb von zwölf Stunden nach dem von den Außenministern des Weimarer Dreiecks ausgehandelten friedlichen Machtwechsel unter Zuhilfenahme faschistischer Kräfte ausgeschaltet. Wer hinter der jetzigen Putschregierung in Kiew steht, zeigen die Partner auf der Website der Open Ukraine Foundation des amtierenden Ministerpräsidenten.... Teil 2 füge ich im nächsten Kommentar bei

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    1. Horst D. Deckert21. April 2014 um 10:57

      ... Teil 2 des offenen Briefes an Putin:

      Die inner- und völkerrechtlichen Fragen zur Sezession der Krim werden unterschiedlich beantwortet. Wir wollen die Vorgänge hier nicht juristisch, sondern ausschließlich politisch bewerten und einordnen. Vor dem Hintergrund der Entwicklung in Europa seit 1990, der Dislozierung der rund 1000 US-Militärbasen weltweit, der Kontrolle der Meerengen durch die USA und der von den Gewalttätern des Majdan ausgehenden Gefahr für die russische Schwarzmeerflotte sehen wir die Sezession der Krim als eine defensive Maßnahme mit einer gleichzeitigen Botschaft: bis hierher und nicht weiter! Der entscheidende Unterschied zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ist, dass hierfür mit dem völkerrechtswidrigen Luftkrieg der NATO – leider mit Beteiligung Deutschlands – erst die Voraussetzung geschaffen wurde.

      Sehr geehrter Herr Präsident, Sie haben bereits vor knapp vier Jahren für eine Wirtschaftsgemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok geworben. Sie wäre die ökonomische Basis für das „Gemeinsame Haus Europa“. Die Ukraine könnte eine ideale Brückenfunktion für die künftige Kooperation zwischen der von Ihnen angestrebten Eurasischen Union und der Europäischen Union einnehmen, nicht zuletzt in kultureller Hinsicht. Wir sind überzeugt, dass die massive Einflussnahme der USA das Ziel hatte, diese Brückenfunktion auszuschalten. In der EU-Kommission haben sich diejenigen Kräfte durchgesetzt, die die Politik der USA gegen Russland unterstützen. Die Rede des Geschäftsführenden Generalsekretärs des Europäischen Auswärtigen Dienstes, Pierre Vimont, am 14. März dieses Jahres ist insofern eindeutig (EurActiv: „EU shunned from US-Russia meeting on Ukraine“).

      Sehr geehrter Herr Präsident, wir bauen darauf, dass Ihre historische Rede im Jahr 2001 im Deutschen Bundestag auch künftig die Grundlage für Ihr Handeln gegenüber der EU und Deutschland bilden wird. Die aktuellen Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen keine Konfrontation mit der Russischen Föderation wünscht und Verständnis für die russische Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine aufbringt. Wir verkennen nicht die Schwierigkeiten, denen die deutsche Politik als Mitglied der EU und der NATO in Bezug auf Russland ausgesetzt ist, sie sind auch Ihnen bekannt. Zumindest erwarten wir jedoch, dass die Bundesregierung nach dem alten Römischen Rechtsgrundsatz audiatur et altera pars handelt. Dies wurde im Zusammenhang mit der Nachbarschaftspolitik der EU im Fall der Ukraine unterlassen.

      Russland hat seine im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommenen 27 Millionen Menschen selbst im Kalten Krieg nicht gegen Deutschland politisch instrumentalisiert. Diese innere Größe allein verdiente eine andere Qualität in den Beziehungen zwischen unseren Ländern. Die Menschen in Deutschland haben hierfür ein feines Gespür: Als sich 1994 die „Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“ mit einem Auftritt ihres Musikkorps auf dem Platz vor der Bundeskunsthalle in Bonn aus Deutschland verabschiedete, spielten sich bewegende Szenen zwischen den zahlreichen Zuschauern und den Musikern ab. In diesem Zusammenhang fällt uns zu der aktuellen Berichterstattung und Kommentierung der deutschen Medien nur ein treffendes Adjektiv in englischer Sprache ein: disgusting.

      Sehr geehrter Herr Präsident, mit unseren bescheidenen Mitteln als einfache Staatsbürger werden wir dazu beitragen, dass die beabsichtigte Spaltung Europas nicht gelingt, sondern die Ideen von Gottfried Wilhelm Leibniz zu neuem Leben erweckt werden. Wir sind überzeugt: nur wenn die Staaten und Völker des eurasischen Doppelkontinents ihre Angelegenheiten miteinander friedlich, respektvoll, kooperativ, auf der Grundlage des Rechtes und ohne Einmischung von außen regeln, wird dies auch auf die übrige Welt ausstrahlen. Wir verstehen Sie in diesem Sinn als Verbündeten.

      Für Ihre jetzige, und hoffentlich auch die nächste Amtsperiode wünschen wir Ihnen Kraft, Stehvermögen, Klugheit und Geschick.

      Mit vorzüglicher Hochachtung
      Jochen Scholz, Oberstleutnant a.D.

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    2. Horst D. Deckert21. April 2014 um 11:06

      Mehrere hundert Personen quer durch alle Bevölkerungsschichten haben diesen Brief unterzeichnet! Mehr auf https://www.facebook.com/notes/horst-d-deckert/offener-brief-an-putin-und-russland-jetzt-reichts-uns/10151981529730974?fref=nf

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  11. Vor wenigen Tagen hat Putin im russischen Fernsehen ein interessantes Interview gegeben. Darin warnt er Aggressoren ausdrücklich davor, Russland anzugreifen. Denn das Land habe aus Erfahrungen wie mit Hitler gelernt, er wisse, wie mit Ratten (wortwörlich) umzugehen sei.

    Meine Hoffnung ist, dass sich die "Ratten" im Westen das sehr genau angehört haben und mit der Kriegstreiberei aufhören.

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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