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#nicht immer brav aber...immer wOw


Zukunft. Leben auf dem Meeresgrund

Schon als Kind hat mich Jules Vernes "20`000 Meilen unter dem Meer" fasziniert. Und viele Millionen andere Menschen auch. Doch was vor über hundert Jahren noch als Utopie galt, könnte schon bald Wirklichkeit werden. Denn bereits werden erste Unterwasser-Behausungen getestet. Der erste Schritt zu einer Unterwasserstadt?



Langsam dämmert es wohl auch dem weltfernsten Erdenbürger - der Platz wird bald eng auf dieser Erde. Schon in wenigen Jahrzehnten soll es über 10 Milliarden Menschen geben, schon jetzt gibt es so einige Gebiete, wo es richtig eng wird. Und nicht zu vergessen, wir brauchen auch riesige Flächen, um Nahrung für all diese Menschen zu produzieren.

Wohin also? Auf den Mond, auf den Mars? Nette Ideen sicher, aber wohl nicht mit einer grossen Anzahl von Menschen machbar. Bleibt eine Fläche, die 2/3 der Erdoberfläche ausmacht - das Wasser!

Oder genauer: Unter Wasser. Diese Idee beflügelt schon lange die Fantasie der Menschen, doch ist der Mensch für ein Leben weitab von Himmel und frischer Luft gemacht?

Das wird bereits seit 1986 in einer kleinen Forschungsstation namens "Aquarius Lab" untersucht. Und zwar so praktisch wie möglich. 4,5 Kilometer vor der Küste des US-Staates Florida wurde deshalb in knapp 60 Metern Tiefe ein Unterwasserhaus gebaut, in dem Wissenschaftler forschen und dabei gleich selbst Forschungsobjekt sind.

Die ersten Unterwasserheim hatte in den 1960er Jahren bereits Jacques Cousteau gebaut. Die erste Version hiess Conshelf I, in ihr verbrachten zwei Männer eine ganze Woche lang knapp 11 Meter unter dem Meeresspiegel. 
In Conshelf II, das 1963 vor der Küste des Sudan versenkt wurde, verbrachten Wissenschaftler bereits volle 30 Tage. 

Im Aquarius Lab verbringen Wissenschaftler in der Regel zwischen 10 und bis zu 30 Tagen. Zwar wäre länger theoretisch durchaus möglich, ist aber für die Menschen psychisch eine zu grosse Belastung.




Denn im etwa Schulbus-grossen Inneren gibt es von Annehmlichkeiten keine Spur. Privatsphäre gibt es keine, warmes Wasser ist begrenzt, zum Essen gibt es in der Regel Astronautennahrung, und zudem ist das ganze Laboratorium mit Geräten vollgestopft. Und aufgrund eines geringen Budgets sind Aus- oder auch nur Umbauten kaum möglich.

Zudem gehen die ständigen Tauchgänge im wahrsten Sinne des Wortes auf und unter die Haut. Die meisten Bewohner des Labs klagen nach dem "Auszug" über Hautprobleme.




Dennoch sind die Forschungsergebnisse von enormer Bedeutung. Auswirkungen auf die Meeresfauna und -flora, die durch Überfischung und Klimawandel entstehen, lassen sich hier "hautnah" erkunden.

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