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#nicht immer brav aber...immer wOw


Vom Schwein das aussieht wie ein Schaf

Sie grunzen, sie lieben es im Schlamm zu tollen, sie sehen aus wie Schweine - eigentlich ganz normale Schweine. Wenn da nicht eine Besonderheit wäre an den Mangalica-Schweinen: Ihre Borsten erinnert an die Wolle von Schafen. Was sie zu doch nicht ganz normalen Schweinen macht.

Also, irgendwas ist da besonders an diesem Schweinchen...

Das fängt ja schon mit der Entstehungsgeschichte der Mangalica-Schweine (auch Mangalitza- oder Wollschwein) an.

Im den 1830er Jahren bekam der Erzherzog Joseph Anton Johann, der siebte Sohn des damaligen österreichisch-ungarischen Kaisers Leopold II., von einem serbischen Fürsten einige Sumadija Schweine geschenkt. Die haben schon eine leicht lockige Beborstung. Das gefiel dem jungen Erzherzog, doch er wollte mehr. 

Also liess er die Sumadija-Schweine mit Bakony und Szalonta-Schweinen kreuzen. Was daraus entstand waren die Mangalica-Schweine mit ihren schafswolle-ähnlichen Borsten.


Die Färbung kann schwarz, aber auch mal rot sein. Am häufigsten sind blonde Wollschweine. 

In den 1990er Jahren starb die Rasse fast aus - gerade 200 Tiere umfasste der Bestand damals. Grund dafür war vorallem der Magerwahn der damaligen Zeit - alle wollten dürr sein, Fette egal woher galten als schlecht. Hat sich heute Gottseidank wieder gebessert. 

Dank einiger Züchter leben heute wieder allein über 8000 Zuchtsauen der wollgelockten Tiere - und es werden immer mehr. 

Vorallem auch, weil das Fleisch der Mangalica-Schweine als sehr gesund gilt. Nach den laufenden Skandalen aus der Fleischindustrie wollen immer mehr Menschen möglichst natürliche Nahrungsmittel, und da sind die Wollschweine inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp.

Mangalica braucht keine aufwändige Aufzucht. Die Tiere sind sehr zufrieden, robust und freuen sich am meisten über einen natürlichen Speiseplan aus Weizen, Mais und Gerste. Und besonders in Ungarn wird schärfstens darauf geachtet, dass es den Tieren bei der Aufzucht gut geht. 




Und das macht sich bezahlt. Zwar gilt das Mangalica-Schwein als das Schwein mit dem höchsten Fettanteil der Welt - so sind bei einem ausgewachsenen Tier satte 65% bis 70% des Körpergewichts Fett. Allerdings ist das Fett reich an Omega-3-Fettsäuren, natürlichen Antioxidantien und ungesättigten Fetten. 

Das alles macht das Fleisch - so meinen Kenner - nicht nur zu einem gesunden, sondern auch zum leckersten Schweinefleisch der Welt. 

Übrigens, das Fett der Mangalica-Schweine wurde früher auch zur Produktion von Kerzen, Seife und Kosmetik verwendet. Selbst Industrie-Schmierstoffe und sogar Sprengstoff wurden aus diesem wertvollen Fett produziert.




Heute finden maximal Geschmacks-Explosionen im Gaumen statt. Und das ist auch gut so. 











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