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Die Geschichte Argentiniens. Land der Gegensätze

Wer denkt, ich werde nun über Fussball schreiben, sieht sich enttäuscht. Das wäre wohl nicht nur dumm, sondern auch äusserst überheblich. Da gibt es weitaus bessere Informationen, als ich es je zu tun imstande wäre. Ich möchte hier nur einen ganz kleinen Einblick in dieses – ach so zerrissenes – Land Argentinien geben.

Dieser Tanz IST Argentinien. Tango.

Vom Tango, der dieses Land prägt, den Schönheiten ihrer Landschaften und der Tierwelt und von der Macht des Militärs, von einer nie dagewesenen Blütezeit und Reichtum Argentiniens und der nachfolgenden Armut.

Tanz der Sinne

Der Tango – den man heutzutage absolut mit Argentinien verbindet – stammt, wie man fälschlicherweise oft  annimmt,  aber nicht von dort.

Denn Ende des vorigen Jahrhunderts brachten Matrosen ein Instrument nach Buenos Aires, welches heute im Tango nicht mehr wegzudenken ist: das Bandoneon. Es ist die Seele des Tangos überhaupt.   
Der deutsche Musiklehrer Heinrich Band hat die einfache Konzertina weiterentwickelt, die aber erst in Argentinien ihren Ausdruck fand.


Die ersten Milongas und Tangos spielten bis anhin herumziehende Musikgruppen auf Geige, Flöte und Gitarre.  
Tango ist Ausdruck der Lebensfreude, der Traurigkeit, ein immerwährendes Aufeinanderzu- und Weggehen von Mann und Frau und man kann sich dieser Faszination dieses erotischen Tanzes kaum entziehen.

Natur- und Tierwelt

Geographisch gesehen ist Argentinien die Südostspitze des südamerikanischen Kontinents. Man könnte Argentinien eigentlich in vier Teile aufteilen.

Der Westen mit den Anden, welches aus trockenen Tälern, Weinanbau, Gletschern und Seen besteht, das nödliche Flachland mit einem subtropischen Klima, die zentrale Pampa mit feuchtem Flachland und im Süden Patagonien ...


... welches aus einer Mischung aus Gletschern im Westen und der Steppe im Osten besteht.

Zum grossen Glück beschützt der argentinische Staat dieses einzigartige Ökosystem und die dort ansässigen Tiere durch ein System von 20 Nationalparks. Es leben dort der Puma, der Guanaco, der Yacaré, der Kondor, die rosabarbigen Flamingos und vieles mehr.

Das Klima in Argentinien ist sehr unterschiedlich, der Süden kühl bis kalt, der Norden meist luftfeucht und sehr heiss.  


Der Tourist findet hier das ganze Jahr über etwas Passendes für sich. Egal ob man das turbulente Stadtleben geniessen will oder andere Sehenswürdigkeiten im Süden Patagoniens, man wird aus dem Staunen nicht herauskommen.

Argentinien vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

Als Ramon Castillo 1943 durch einen Putsch durch das Militär entmachtet wurde, folgte bis 1946 eine Übergansphase bis 1946, in denen sich die GOU-Generäle Arturo Rawson, Pedro Pablo Ramirez und Edelmiro Julian Farrell im Präsidentenamt ablösten.

Offiziell war Argentinien im Zweiten Weltkrieg neutral, sympathisierte jedoch sehr mit den Achsenmächten und unterstützte gegen Kriegsende die Alliierten.

In dieser Zeit gelang es dem jungen Offizier Juan Peron sich mit Tricks an die Macht zu manövrieren. 
Da er unter Ramirez und Farrell das Arbeitsministerium belegte, konnte er zahlreiche Zugeständnisse an die Gewerkschaften machen und wurde so von der Arbeiterklasse zum Volkshelden hochgejubelt. Er wurde auch von den meisten Unternehmern unterstützt. 


1946 gewann Peron die Wahlen zum Präsidenten – zwar nur mit geringem Vorsprung -  doch dominierte er mit seiner Frau Eva Peron (genannt Evita) das politische Leben bis 1955.  
Seine zweite Präsidentschaft setzte er mit einer 1949 erlassenen Verfassungsänderung durch. Seine Regierungszeit war durch Personenkult und nationalsozialistische Propaganda geprägt. 

Besondes in der ersten Regierungszeit erlebte Argentinien ein nie wieder erreichtes Wohlstandsniveau. Denn das Land profitierte von den hohen Bedarf des zerstörten Europas. Und bis in die 1950er Jahre war Argentinien weitaus wohlhabender als die unter den Kriegsfolgen leidenden Ländern Europas.

Peron und seine Frau führten viele soziale Massnahmen durch, wie den 8-Stunden-Tag, Schulen für die  Kinder der Armen und weitere Erleichterungen für die untere Bevölkerungsschicht, aus der ja auch Eva Peron stammte.

Doch das Ehepaar war auch sehr umstritten wegen seiner Sympathie für den Nationalsozialismus und die Einreiseverhinderung gegenüber jüdischen Flüchtlingen.

Im Gegenzug unterstützten sie die Flucht von NS-Kriegsverbrecheren und NS-Kollaborateuren aus ganz Europa, wie Adolf Eichmann, Josef Mengele oder Walter Rauff. 
Sie alle fanden Unterschlupf in Argentinien und wen wunderts: oft mit Hilfe des Vatikans. Gut zu wissen, dass mit Hilfe des israelischen Geheimdienstes doch einige gefasst wurden.

Argentinien in der Gegenwart

Heute ist das Land von Armut geprägt, von Unzufriedenheit zerrissen, es leidet unter Massenplünderungen, Inflation und Streiks.


Der "Obelisco de Buenos Aires"

Der Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner entgleiten langsam aber sicher die Zügel. Ein Land in Angst und Sorge um die Zukunft.

Mein Weiter-Lese-Tipp zu Eva Peron >>>die mächtigsten Frauen der Welt






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