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#nicht immer brav aber...immer wOw


Brief von Gerd – Lieber Anfang!

Heute Morgen unter der Dusche dachte ich etwas melancholisch – schon wieder anfangen – Duschen, Zähneputzen, Anziehen, Katze rauslassen – irgendwie fängt ALLES immer wieder an. Und so dachte ich mir unter der Dusche – schreib über den Anfang Gerd – JEDER kennt ihn, JEDER begegnet ihm tagtäglich – UND er wird uns begleiten – bis zum Gegenteil zum Anfang – bis zum ENDE.



Wikipedia - Der Anfang, auch Beginn genannt, ist der zeitliche oder räumliche Ausgangspunkt eines Vorgangs oder einer Sache.

Ab und zu ist das „Anfangen“ kinderleicht – ABER ab und zu liegt es wie eine zentnerschwere Last auf unseren Schultern.

Mit dem Anfang und seinem Verwandten, der Veränderung haben sich schon so viele Menschen beschäftigt. UND wer kennt den Satz nicht - Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - jeder kennt ihn – und jeder muss ihn tagtäglich leben, ob er will oder nicht.

Hermann Hesse, dieser grandiose Schriftsteller (1877-1962) hat diesen Satz in sein Gedicht „Stufen“ verpackt. Ein wahres Meisterwerk....

Hermann Hesse 
Stufen 
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
 
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
 
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Meine Meinung - Hesse versucht mit etwas melancholischem Charakter zu vermitteln, dass JEDER Mensch Stufe um Stufe gehen MUSS. Egal wie leicht, schlimm und unterträglich es uns scheinen mag – wir müssen weitergehen – und es GEHT weiter. 

Durch jede Stufe lernen wir, entwickeln wir uns. Dieses Wissen hilft uns, nicht in Verzweiflung unterzugehen. Zufriedenheit, Sorge, Trauer, Glück und Unglück sind nur Abschnitte und Teil unseres Lebens. 

Und zu allerletzt will Hesse uns auch die Angst vor dem Tod nehmen – denn dies ist wohl NUR die letzte „weltliche“ Stufe, die wir nehmen müssen.





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