our mission?" 10`000 stories for you
#nicht immer brav aber...immer wOw


39 Wochen. Von ein bis zehn

Eine Situation, in der sich so manche unserer Leserinnen selbst wieder erkennt. Geschieden, alleinerziehend, Hartz IV. Und das Gefühl, absolut versagt zu haben. 39 Wochen lang begleiten wir eine Mutter, die versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ob sie es schafft? Teil 3... 



Der Stift liegt in meiner Hand. In der, die vor wenigen Minuten noch blutete. Und ich denke mir dabei "Jetzt hat es aufgehört, ich kann schreiben ohne zu bluten". Ich fasse meinen ganzen Willen der sich noch irgendwo in mir verbirgt zusammen und schreibe von 1 bis 10 die Zahlen runterwärts. 

Zehn Dinge, die ich angreifen werde. Egal welche. Egal wie wichtig oder unwichtig sie mir gerade erscheinen mögen. 

Schreib sie gefälligst auf, sag ich mir. Alles was schon wenigstens auf dem Papier steht, ist doch schon ein Anfang. Noch etwas über 2 Stunden, dann muss ich los. Strahlend, liebend – für meinen kleinen Engel. 

Um diese Dinge zu finden, die ich mir notieren möchte, muss ich wieder nachdenken. Ein Kreislauf, der mir erbarmungslos oftmals die Türen verschließt, die ich versuche zu öffnen. Meine Türen, meine Schlüssel. Diesmal will ich nicht in Selbstmitleid verfallen. Also fang ich an zu denken, während ich aufpasse, nicht in dummen, störenden Gedankenflüssen zu versinken.

Was ist das aller aller Wichtigste, und was das Unwichtigste. Dann hätte ich schon mal 1 und 10. Das wichtigste überhaupt sind meine Kinder für mich. Sie kann ich nicht auf Platz eins positionieren. Also was muss ich tun, damit sie das wichtigste für sich erhalten was ich ihnen geben will und kann?

Wieder Ablenkung, Verwirrung. Ich möchte ihnen so viel von all dem Schönen im Leben schenken, sie unterstützen und ihnen so viel Freude bereiten. Ein weiterer Tiefpunkt naht bei der Schuldzuweisung während ich darüber nachdenke, weil ich ihnen bis jetzt nichts von all dem bieten konnte, was mir gerade durch den Kopf geht.

"So wird das nichts. Nochmal. Fang nochmal an und reiß dich bloß zusammen", klage ich mich an.

Meine Liebe ist ihnen sicher. Da kann die Welt zusammen brechen um mich herum wie sie will, die werden sie nicht verlieren.

Meine Liebe beschützt sie aber nicht vor allem. Wenn sie nichts zu Essen haben, werden sie von meiner Liebe ja nicht satt. Wenn ich meine Schulden nicht bezahlen kann, verlieren sie vielleicht mich, auch wenn ich sie liebe.

Jetzt habe ich zwei erschreckende Wahrheiten im Gedächtnis, die mir Angst einflößen und mich betäuben, als hätte man mir gerade mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen. Warum ich es soweit habe kommen lassen, brauche ich mich jetzt nicht zu fragen.

Oder doch?

Fortsetzung folgt. Teil 2 verpasst? >>>Hier zum Nachlesen






Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













0 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Meist geklickt