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#nicht immer brav aber...immer wOw


Das bin ich - und wer bist du? 39 Wochen. Auf der Suche

Alleinerziehend, geschieden und Hartz IV -  das Leben geht manchmal auf seltsame oder beschwerende Weise in Richtung Zukunft. 39 Wochen lang begleiten wir eine Mutter, die nicht aufgeben will. Wird sie es aber auch schaffen?



Nein, lieber später. Sonst bekomme ich dieses Blatt Papier nicht voll. Ich zünde mir noch eine Zigarette an, trinke einen Schluck Kaffee. Ob ich nun an die Nahrung denke oder die Folgen unbezahlter Rechnungen, beides hat mit Geld zutun.

Also was steht jetzt bei 1? Geld? ... Teil 3 verpasst??? Hier zum Nachlesen...

Geld kommt aber nicht vom Himmel geflogen. Somit brauche ich Arbeit. Arbeit lässt sich anhand meiner Möglichkeiten und meiner zusätzlichen Ansprüche kaum finden. Beides ist für einen Arbeitgeber nur ein Risiko. Was für eine Arbeit würde ich durchziehen können, die mich wie auch den Arbeitgeber durch meine Leistung belohnt?

Meine Psyche fängt langsam an, die Sonnenstrahlen die sich durch das Fenster auf meinen Körper legen, wohltuend anzunehmen. Einen Augenblick denke ich voller Freude an ein mögliches Vorstellungsgespräch, wo auch immer, und mir erscheint das Bild das ich vorhin im Spiegel sah.

Furchterregend trinke ich noch einen Schluck Kaffee und ziehe ernüchternd noch einen Zug von meiner Zigarette. 

"Denk nicht daran. Lösch dieses Bild jetzt wieder und konzentriere dich auf das Wesentliche".
Und das tue ich auch. Im Hausflur donnert eine Türe zu. Laute Stimmen rufen einander zu und klappernde Schuhe poltern die Stufen hinunter. Kurz darauf ist alles wieder still.

Ich schaue aus dem Fenster und versuche mich in dem guten Gefühl von gerade eben wieder zu finden. Sonne, Wärme, eine winzig kleine Perspektive erschaffen. 

Gedanklich wieder bei der Arbeitssuche, überlege ich genau, was ich denn machen könnte. Zeitlich und meinem Wissen und Gelerntem entsprechend. Eine Heimarbeit bietet sich da wohl am ehesten an. Hier kann ich zuverlässig am PC arbeiten, wenn ich mir die Zeit genau einteile.

Inspiriert wandere ich in mein Zimmer, schalte meinen Laptop ein und lade das Internet hoch. Während ich suchend die Stellenanzeigen durchgehe, wird es immer später und ich muss zum Bus, meine Tochter abholen fahren.

Nichts habe ich erreicht heute Vormittag.
Nichts außer wieder Gedankengänge die zu neuen Gedankengängen locken.
Nichts, was auch nur irgendwie gerade eben für mich Sinn macht.

Enttäuscht, hektisch und voller Unsicherheit verlasse ich das Haus und während ich zum Bus laufe, übe ich mich in unnatürlicher Fröhlichkeit.

Auf der Bank sitzen drei Frauen. Um sie herum ein Mann mit einem kleinen Kind. Die Unterhaltung der drei Frauen lässt mich vor Scham im Boden versinken. Ich bin auch arm, hatte keine guten Lebensverhältnisse als Kind, Jugendliche und Erwachsene.

Aber wie man sich unterhält, was für Wörter und welche Gestiken man nicht verwendet, hat etwas mit Werten, Erziehung und Anstand zu tun. Der Mann pustet unbemerkt dem Kind den Rauch ins Gesicht, hustet wie ein Kettenraucher. Das Mädchen dreht sich an einer Stange im Kreis, jedoch mit trügerischer Freude.

"Warum nur...", denke ich mir. Warum kann die Welt nicht einfach nur schön sein. Friedlich und voller Respekt dem Menschen, Tier und der Natur gegenüber.

Angestrengt gebe ich mir die allergrößte Mühe, das alles um mich herum aus meinem Kopf zu kriegen...

... Fortsetzung folgt... Teil 3 verpasst??? Hier zum Nachlesen...





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