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#nicht immer brav aber...immer wOw


Wenn Kommunikation ins Wasser fällt

Ganz ehrlich, wann ist Ihre Kommunikation das letzte Mal ins Wasser gefallen? Noch nie. Sie haben immer gut aufgepasst. Herzlichen Glückwunsch! Meine fiel an einem Dienstag ins Wasser - im wahrsten Sinne des Wortes.



Mein IPhone fiel mir aus der Hosentasche in die WC Schüssel. Der Plumps war ein Schock, betrachte ich doch mein IPhone als die Verbindung zur Außenwelt. Es ist Nachrichtenzentrale, Informationsdatenbank, also mein Büro für unterwegs, und es enthält Entertainment, falls ich mich bilden oder entspannen will.

Als es dann so triefend vor mir lag, und ich mich anstrengte, es trocken zu legen, schien wieder alles in Ordnung. Doch die heutige filigrane, auf kleinstem Raum zusammengedrängte Technik ließ sich Zeit. Eine Stunde später holte sie zum großen Schlag aus ... Lichtfunk ... es schaltete den Bildschirm an und aus ... schlug mir im Minutentag vor sich auszuschalten. 

Es war keine zusammenhängende Aktion mehr möglich. Facebook-Freunde schickten mir diverse Ratschläge bzw. Beileidsbekundungen und Schilderungen ähnlicher Erlebnisse auf meinen Post zur Nicht-Erreichbarkeit. Das dauerte alles zu lange.

HILFE! schrie es in mir, ich warte auf so viele Anrufe. Was nun?

Gut, die Unternehmerin von heute ist eine Frau der Tat, sie rief ihren Provider an, der sie tröstete, als Geschäftskundin werden Sie natürlich sofort mit einem neuen Gerät versorgt. Ach, Sie wollten auch einen neuen Vertrag abschließen? Kein Problem, sagen Sie mir, was Sie brauchen ... nach 15 Minuten waren wir durch, das neue Gerät fast auf den Weg gebracht, als bei der finalen Information meinerseits für den Versand das Gerät einfach abschaltete ...

Zum Glück hatte ich einen wirklich intelligenten Berater mit viel Humor am anderen Ende, der sich erinnerte, dass mein Gerät Probleme hat und gleich zurückrief.

So, das neue Gerät – dieses Mal bin ich ganz stylisch – in Gold. Es ist unterwegs auf dem Weg zu mir, egal ob es noch die alte Version ist. Die Version 6 braucht noch bis in den Verkauf. Bis dahin traue ich mich nicht zu warten.

Den ganzen Abend gab das Gerät weiter seinen Lichtfunk von sich, störte in jedem Gerät mit seinen Netzaktivitäten, bis ich es ganz abschaltete. Am nächsten Morgen war alles vergessen. Es funktioniert seitdem ohne Beanstandung.

Immerhin kam ich ins Grübeln über unsere moderne Form der Kommunikation. Was lief gerade wieder bei Facebook um? Mein Smartphone ist defekt, ich habe meine Familie, die Menschen, mit denen ich zusammen wohne, kennen gelernt. Scheinen ganz nette Leute zu sein. Oder: Leute, wenn ihr zusammen weg geht, legt euer Smartphone weg und redet direkt miteinander. Das nennt man Gespräch.

Sind wir mittlerweile schon abhängig geworden von diesen Geräten, die alles können. Geräte, die uns die Welt direkt in unsere Hände und das, was wir sehen, in unseren Geist holen. Eigentlich fehlt nur noch der Stecker mit Direktanschluss ins Gehirn L

Ich zähle noch zu der Generation vom Land. In unserer Jugend war ein Festnetztelefon schon etwas ungewöhnlich. Und wir haben es überlebt. Brauchen wir diese ganze Technik überhaupt? Wieso müssen wir in jedem Seminar, jedem Vortrag darauf hinweisen, die Mobilgeräte zumindest stumm zu schalten?

Wir sind Mobilphone-Junkies geworden ... Statistik-Zahlen scheinen das zu belegen:

Zwischen Januar 2010 und Januar 2014 stieg die Zahl der Smartphone-Besitzer von ca. 8,5 Millionen auf 40 Millionen, der Anteil am gesamten Mobilmarkt stieg von 16,5 % auf ca. 60 % in Deutschland. Eine interessante Quelle für diese Zahlen finden Sie hier

Bleibt die Frage ... wenn wir Mobilphone-Junkies sind, ist das eher gut oder eher schlecht für uns? Meine höchst persönliche Meinung: es ist schlecht. Wir kennen unser Gegenüber nicht mehr, wir sehen ihn/sie nicht mehr. Wir wollen immer auf dem neuesten Stand des Geschehens sein, egal bei was. 

Tut uns diese Informationsflut noch gut? Vor einigen Jahren war es noch selbstverständlich, in Urlaub zu fahren und nicht erreichbar zu sein, wirklich abzuschalten. Heute werden wir merkwürdig angeschaut, wenn wir nicht die aktuellste Version einer Auslandsflatrate besitzen.

Was macht diese Informationsfülle mit dieser Geschwindigkeit und Dichte mit uns? Sind wir nicht überfordert damit? Können wir das noch alles verarbeiten? Wir sind in permanenter Lauerstellung auf die nächste Nachricht.

Bei mir hat sich eine leichte Änderung seit dem „Plumps“ ergeben. Ich erschrecke jetzt, wenn mein IPhone ein Geräusch von sich gibt. Huch, schon wieder eine Nachricht ...

Ich freue mich immer sehr, von den Menschen, die mein Leben mehr oder weniger teilen, zu hören. Doch ab und an denke ich, früher war es einfacher, sich aus der Welt zu ziehen, zu entspannen, zu lesen, zu meditieren. Heute mache ich erst einmal die Runde und schalte alles stumm ... Smartphone, Festnetz, PC, Klingel. Und bis ich mit allem durch bin, hat mich eines der Geräte schon wieder auf einem Kommunikationskanal erwischt ...

Mein Fazit: Ich habe mir vorgenommen, meine Geräte jetzt öfter mal stumm zu schalten, um wieder zu dem mir Wichtigen im Leben zu kommen ... ich bin dann mal weg.

Vielen Dank, dass Sie bis hierher dabei waren. Teilen Sie doch Ihre Erlebnisse dazu im BLOG oder den sozialen Medien mit mir, wo auch immer Sie da gerade gelesen haben.

Ihre

Christa Nehls

PS: Kennen Sie noch Columbo, der amerikanische Detektiv/Kommissar? Der kam immer wieder zurück und hatte noch eine und noch eine Frage. Ich hätte da auch noch eine Frage? Wie steht es um Ihre finanzielle Intelligenz? Denken Sie, da wäre noch ein bisschen Bildung notwendig? Dann schauen Sie doch auf dieser Seite vorbei. Sie finden mich übrigens auch dort.





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