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#nicht immer brav aber...immer wOw


39 Wochen. Zerbrechliche Gefühle

Alleinerziehend, Hartz IV und geschieden. Immer auf der Hut, immer den Blick nach Vorne mit einem  übergroßen Schatten der Vergangenheit, der einen bedrängt. 39 Wochen lang begleiten wir eine Mutter auf Ihrem Weg. Teil 8



Meine kleine Prinzessin ist aufgewacht und wir starten unseren Spaziergang zum Einkaufsmarkt in der Nähe. Sie geht so gerne spazieren und ich bin dankbar, das spazieren gehen nichts kostet und sie glücklich dabei ist. 

Wir zupfen Blätter von den Bäumen, beobachten Käfer die auf dem Boden herum krabbeln und gehen gemütlich immer weiter.

Es wären so fantastisch wundervolle Momente, wären sie nicht durch meine innere Gefühlswelt so blockiert. Und irgendwie fühle ich mich wieder um das kleine, so wertvolle Glück, betrogen.

Abzuschalten und loszulassen fällt mir so unsagbar schwer. Und ich weiß nicht, wie lange ich noch alles ertragen kann, ohne unterzugehen und zu verlieren, was mir alles bedeutet.

Ob die Sonne scheint oder ob es regnet,
wenn in dir ein Sturm wütet der nur niederschlägt,
spielt das Wetter draußen keine Rolle.

Nur in den Zeiten, in denen du einen auch noch so winzigen Spalt deines Herzens offen gelassen hast, tritt Licht hinein und besänftigt den Geist. Ein sensibler Glücksmoment.

Wieder zuhause angekommen, erwartet mich der nächste Schock.
Innerlich höre ich schon gar nicht mehr wirklich hin, was jemand sagt, der mich auf irgend eine Art und Weise verletzt.

Unbeabsichtigt oder beabsichtigt,
du blockst einfach ab,
hast die Mauer um dich aufgebaut,
weil sie das letzte ist,
das dich noch schützt.

In meinem Kopf dreht sich alles und ich habe das Gefühl verschlungen zu werden. Während dessen versuche ich, meine kleine Tochter zu beschäftigen, damit sie so wenig wie möglich mitbekommt von der Last, die einem das Leben aufbürgt, wenn man nicht vorsichtig genug damit umgeht.

Meine Mutter tobt temperamentvoll im Wohnzimmer und klagt mich an. Keine Arbeit, kein Geld – Taugenichts.

Ich weiß sie liebt mich
und die eigene Verzweiflung mich so zu sehen
treibt sie zu unbedachten und emotional unbeherrschten Äußerungen.


Nur bin ich mittlerweile kraftlos, hoffnungslos und zutiefst eingeschüchtert, dass sie gar nicht weiß, wie sehr sie mich damit trifft – als meine Mutter, mitten in mein kindliches unschuldiges Herz. 







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