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#nicht immer brav aber...immer wOw


DAS BIN ICH - UND WER BIST DU? Verwirrungen

Alleinerziehend, Hartz IV, geschieden und momentan kaum in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen, kämpft eine Mutter sich durch die Tiefen des Alltags mit all dessen Verführungen und versucht in 39 WOCHEN all die bösen Geister zu verbannen, die zur Verführung nichts taugen und sie nur um ihr Glück und das ihrer Kinder berauben.


Es ist November. Draußen ist es kalt, es wird langsam dunkel.

Ich stehe an der offenen Balkontüre und blicke in den Himmel, der mit düster wirkenden Wolkengestalten ein Gewitter anzukündigen droht.

Mein Körper zittert, friert und ein Schauer läuft mir über den Rücken, während ich in gedanklichen Abgründen innehalte.

Meine kleine Prinzessin ruft mich aus der Küche zu sich 
und ich schließe augenblicklich die Türe zum Balkon, zur Kälte und zu diesen Abgründen.
 Laufe dem Gefühl von Wärme und Geborgenheit entgegen, 
das mir abhanden gekommen zu sein scheint.

Strahlend steht sie dort, im letzten Sonnenlicht, das sich noch durch das Fenster schleicht und in ihrem zarten Gesicht niederlegt. Für einen kurzen Moment, bevor die Nacht anbricht – erstrahlt bei ihrem Anblick alles in mir, bis in den kleinsten Winkel meiner verschlossenen Seele.

Während ich sie zum Schlafen umziehe, sie in meine Arme schließe, mit Küsschen bedecke und wir uns gegenseitig kitzeln und lachen, bahnen sich in meinem Kopf Urgewalten von Ängsten, Sorgen und tragischen Verlusten ihren Weg.

Wie funktioniert sowas, frage ich mich genau jetzt, während ich lautstark mit meiner Tochter lache, mein Kopf fast explodiert – als wäre ich gerade DREI von mir.

Mich selbst zu verlieren – mich zu suchen – zu finden, um dann wo zu sein? In meinem besseren Leben? Und das alles, ohne dabei verrückt zu werden? Und ich frage mich dann ernsthaft auch, ob ich das so wollte. 

Habe ich mich dazu entschieden mir das anzutun, oder bin ich hier so wie ich bin, weil ich diesen Nullpunkt erreicht habe. So wie wenn der Geist dir einen Streich spielt - und du Roulette, mit allem was dir wichtig ist?

Ich decke sie zu, küsse ihre Stirn und streichle ihr mit meinem Finger zart über die Stirn bis hinter zum Ohr. Wir lachen, kuscheln und ich lege mich zu ihr bis sie einschläft.

Gott ist mir ganz nah.
Es sind Augenblicke im Leben eines Menschen, die wertvoller in dessen feiner sensiblen Bedeutsamkeit nicht sein können.
Und du weißt genau – Gott ist mir ganz nah.







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