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#nicht immer brav aber...immer wOw


Das bin ich - und wer bist du? Schattenbilder

Alleinerziehend, Hartz IV und geschieden. In 39 Wochen will eine Mutter sich von den Schatten Ihrer Vergangenheit lösen und Richtung Sonne in die Zukunft blicken. So viele Jahre die ins Verderben führten - aber alles liegt noch vor ihr. Jeder Schritt ist ein Geschenk Gottes. 




SCHATTENBILDER

Nach vielen Überlegungen falle ich in einen Schlaf. Ich sehe mich auf einer grünen Wiese voller Blumen und träume so vor mich hin. Ich träume so gerne.

Ich bin ein Kind Gottes und sehne mich nach Liebe und dem Leben.

Jeder Schritt wird schwerer. Meine Füße fühlen sich an wie Blei und ich kann kaum noch nach vorne treten. Da blicke ich mich um und nehme wahr, wie jedes Grashalm sich nach meinem Tritt auf ihm in eine schwarze kleine Wüste verwandelt.

Meine Blicke richten sich weiter nach hinten und ich erkenne nur noch schwarz verbrannten Boden.

Furcht steigt in mir auf.

Plötzlich sind meine Hände durch Seile verknotet. Bewegungslos. Ich kann nicht mehr gehen, nichts mehr kann ich. Erstarrt suchen meine Blicke einen Punkt der Hoffnung – doch nirgends finde ich etwas Greifbares, etwas das ich mit meinen Augen fixieren kann um mich von all diesem Schrecken
um mich herum zu entfernen.

Ich will schreien, aber mein Mund öffnet sich nicht. Dann wache ich auf.

Schimpfend klage ich mich an und ermahne mich, auf andere Gedanken zu kommen. Ein Alptraum. Schnell, ich brauche etwas Schönes. Meine Gedanken sind sofort bei meinen Kindern. Nichts Schöneres auf dieser Welt habe ich in diese Welt bringen dürfen. Alle menschlich so sehr edel. Eigenschaften die sie sich angeeignet haben, die mich als Mutter stolz und dankbar sein lassen.

Meine Kinder – mein Licht, mit all seinen Schatten – immer leuchtend und strahlend in mir. Und was bin ich für sie? Wieder kommt mir der Alptraum in den Sinn.

Ist es mir denn wirklich nicht gegönnt, einen Gedanken zu empfinden der so viel Wärme ausstrahlt,
ohne dabei wieder der eisigen Kälte meines Lebenslaufes erinnert zu werden? Ich habe sie unterstützen wollen. Habe meine Pflichten unerfüllt gelassen um ihre Wünsche bestmöglich zu erfüllen.

Doch was habe ich getan? ch habe sie dadurch in die Ohnmacht der Ergebnisse meiner begangenen Fehler gleiten lassen, ahnungslos, zerbrechlich.

Jetzt kann ich es mir vorwerfen, da ich erkannt habe, woran ich und mein Muttersein gescheitert sind. Liebe ist alles – aber nicht alles kann Liebe ersetzen. Meine Stärken, meine Ziele und meine Zuversicht sind im Laufe der Jahre zu einem Wurm geschrumpft und meine Ängste und diese endlose Hilflosigkeit Dinge richtig zu machen, sind ausgewuchert.

Gnadenlos haben sie sich überall hin verbreitet, bis in die tiefsten Flure meiner Seele. Und meine Seele möchte beschützt sein. Meine Seele sucht Schutz überall. Warum sucht sie nicht in mir selbst wieder dorthin zurück?

Weil ich mittlerweile durch und durch eine Versagerin bin. In meinen Gedanken, meine Taten folgen ihnen und die Ergebnisse sind keines Lobes würdig. Wenn ich in mich hinein blicke, mit den Augen eines Kindes  – angstfrei und unvoreingenommen, sehe ich all die Möglichkeiten, all die Chancen und die Wertschätzung für mich selbst und andere, die mir ein wundervolles Leben schenken.

Und weil der liebe Gott mich niemals verlässt, weiß ich, ich lerne und lerne und lerne.

Ich werde handeln, pflichtbewusst, ohne Träume zu zertören und auch keine unrealistischen entstehen zu lassen. Ich werde meinen Weg finden, weil ich voller Liebe und Dankbarkeit bin. Eine Liebe, die sich vertraut gemacht hat mit dem wahren Leben und nicht nur in einer Traumwelt existiert.






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