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Emma Holten oder Rache mit Nackt-Bildern

Im Oktober 2011 brach für die dänische Journalistin Emma Holten die Welt zusammen. Unbekannte hatten ihren persönlichen Computer gehackt und darauf gespeicherte höchst private und intime Nacktfotos öffentlich ins Internet gestellt. Emma war plötzlich ein Teil der Pornowelt. Um sich zu wehren geht Emma jetzt einen ungewöhnlichen Weg - sie stellt selbst Nacktbilder von sich ins Netz. Was anfangs verstörend wirkt, hat einen Sinn.



Zuerst, so Emma Holten, hatte sie damals gedacht, sie habe einfach die Passwörter für Facebook und ihre Email-Accounts vergessen. Nachdem sie sich neue Passwörter hatte zusenden lassen, traff sie jeodch fast der Schlag.

Ihr Email-Account quoll förmlich über von neuen Emails. Die kamen von Familienvätern, Studenten und pubertären Jungs - und sogar Frauen, die sie wegen Nacktfotos belästigten und teils sogar beschimpften - Nacktfotos von ihr! Bis dahin hatte Emma nicht im entferntesten geahnt, dass ihre intimsten Fotos auf diversen Webseiten veröffentlicht worden waren. 

Noch heute weiss Emma Holten nicht eindeutig, wer ihren Computer gehackt und Nacktfotos von ihr ins Netz gestellt hat. Was sie heute weiss ist, wie entwürdigend das war - und ist. Nie, niemals hätte sie gedacht, dass ihr soetwas jemals geschehen könnte.

Fast vier Jahre später holt Emma Holten zum Befreiungsschlag aus. Sie will nicht mehr das wehrlose Opfer sein, sondern selbst entscheiden, was von ihr zu sehen ist. "Mir wurde klar", so Emma Holten, "es geht gar nicht um mich. Es geht um Frauenhass“.

Erotische Bilder sind nicht das Problem. Jedoch macht es einen Unterschied, ob eine Frau der Veröffentlichung von intimen Fotos zustimmt oder nicht, und dieser Unterschied ist so klar wie der zwischen Vergewaltigung und Sex. 

Emma wählte einen sehr ungewöhnlichen Weg, um ihre Ohnmacht und ihre Wut zu verarbeiten. Zusammen mit der Fotografin Cecilie Bødker hat sie eine Fotoserie erarbeitet, in der sie sich selbstbewusst teils nackt präsentiert. 

Mehr noch, im September 2014 postete sie die ersten Fotos auf dem Blog HYSTERIA, und sie geht noch einen anfangs seltsam anmutenden Schritt weiter:

Emma Holten bat andere Seiten und Blogger, ebenfalls ihre Geschichte und ihre Nacktbilder zu veröffentlichen! Der Grund, warum dieser Post hier online ging. Was zuerst etwas verstörend klingt, hat einen tieferen Sinn. Emma Holten will damit zeigen: 

Die Zustimmung macht den Unterschied.

Emma geht massiv an die Öffentlichkeit, um weltweit auf Problem der Rachepornos aufmerksam zu machen und zu erreichen, dass soetwas künftig strafbar wird. Damit ihr Leid möglichst anderen Frauen und Mädchen erspart bleibt.

Und die Bilder sind ein Versuch, sie und ihren Körper nicht mehr als Objekt dargestellt zu wissen. Sondern als das, wofür die Bilder vor wenigen Jahren und auch jetzt wieder gedacht sind:

Eine selbstbewusste Frau zu zeigen, die sich für ihren Körper nicht schämt. Aber die selbst bestimmen will, was von ihr intim und privat bleibt, und was öffentlich zu sehen ist. 



Hinweis: Das folgende Video sowie die folgenden Bilder 
sind nicht für Kinder geeignet.
Die Bildrechte liegen bei Emma Holten und Cecilie Bødker






































Instagram

Written by Blogger: (click picture for more info and stats)













18 Kommentare, Tipps & News von LeserInnen:

  1. Krass. Da weiss man als Mann nicht, soll man jetzt weg oder hinschauen. Ihr Ziel hat sie wohl erreicht, die Leute schauen hin. Sex sells, klappt wohl immer, egal für welchen Zweck.

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    1. Ich denke, hinschauen ist sogar erwünscht. Eigentlich genial, damit muss keiner mehr auf jene Webseiten die ein Löschen der Bilder verwehrt haben.

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  2. Gehackt"^^ Ja, neee, ist klar.
    Also erst schickt sie ungefragt nude pics von sich an irgendwelche Bekannten um mal wieder ein bisschen Aufmerksamkeit einzuheimsen.
    Jemand nervt das so dermassen ab dass die irgendwo im freien Netz landen.
    Das "erbost" die aufmerksamkeitssüchtige Zippe.
    Und sie postet weitere nude pics. Bis zum Ende aller Tage.
    Und damits nicht so auffällt erzählen wir irgendwas von Feminismus.und Opferlamm.
    *blarg, blarg, blarg*

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  3. Super, ganz toll, noch ne Nackte mehr im Internet. Wer es noch nicht bemerkt hat: Das Internet besteht aus Pornos! Niemand interessiert sich da für die nach Lob hechelnde Durschnittsfrau.Und als Protest gleich nochmal Nacktbilder hinterher? Das ist eine so derart dämliche an den Haaren herbeigezogene Argumentation, dass mir gleich übel wird.

    Wen bitte schön regen Nakedei-Bilder heut noch auf? Mit einem "Mist, blöd gelaufen, ja, da sind Nacktfotos von mir herum" wärs erledigt gewesen.

    Das sieht für mich nach einem billigen PR-Gag aus, um selbst - die junge Frau arbeitet doch als Journalistin und hat eigene Webseiten, die von Klicks leben? - mehr Aufmerksamkeit zu erheischen.

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    1. Sie scheinen gar nichts verstanden zu haben. Tut mir Leid für Sie.

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    2. #Constanze

      Wie erstaunlich, dass Sie in meinen Kopf sehen können. Ich lasse mich von Ihnen aber gerne belehren. Was also habe ich NICHT verstanden?

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    3. Lesen Sie den Beitrag von Bienchen weiter unten. Ob es was hilft zweifle ich hingegen an. Aber dann würden auch seitenweise Kommentare von mir nichts nutzen.

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  4. Jedesmal, wenn ein Kerl Fotos von seiner Freundin machen will, dann verlangt doch auch umgekehrt ein Foto in gleicher und gleich (un-)bekleideter Position. Wenn er da zustimmt, dann ist Frauenaufgabe lediglich auch diese Fotos gut und sicher aufzubewahren - und es gibt garantiert keine Racheporno-Bilder auf irgendeiner Webseite - weder von IHM noch von IHR.

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  5. Sie ist ja ein hübsches Mädchen, und die erotischen Bilder sind ja nicht das Problem - sondern, dass irgendjemand - ihr Exfreund? - dieses Vertrauensverhältnis missbraucht und sie vor Unbekannten blossgestellt hat. Im wahrsten Sinn des Wortes.

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  6. Als Protest gegen das Veröffentlichen von Nacktfotos weitere Nacktfotos ins Netz stellen? Find ich jetzt doch schräg. Feuer mit Feuer bekämpfen, ob das wohl wirkt?

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    1. Sie ist ja nicht nackt, sie hat sich oben ohne fotografieren lassen. Und ihr Ziel hat sie erreicht, nämlich mediale Aufmerksamkeit. Und eine Diskussion über dieses Thema mit den Rachepornos.

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  7. Brian, Vancouver/CAN27. Januar 2015 um 19:26

    Wenn sie der Meinung ist, es war ihr Ex-Freund, warum veröffentlicht sie nicht dessen Namen? DAS wäre wahre Rache. So sieht es mehr nach Effekthascherei aus.

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  8. Ich hoffe, dass das, was ich hier schreibe, nicht als A) unangemessen und B) verletzend verstanden wird. Aber sind es nicht Bilder wie diese, warum Männer, ich meine echte Männer, die Frauen lieben?

    Ein weiblicher Körper, ein hübsches Gesicht, Schönheit, die durch ein bezauberndes Lächeln auch von innen nach aussen strahlt? Und eine selbstsichere und selbstverständliche Art, mit der Erotik des weiblichen Körpers umzugehen?

    Wenn alle jungen Frauen, wenn alle Frauen derart natürlich zu ihrer Weiblichkeit stünden, und die Darstellung der Weiblichkeit selbst in die Hand nähmen, wäre das gleichzeitig das Ende für jegliche billig-ausnutzende und reisserische pornografische Verschandelung von Frauen.

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  9. Ein nackter Körper ist nichts, dessen man sich schämen müsste! Mit dieser Aktion zeigt Emma Holten doch auch, dass sie zu ihrer Weiblichkeit steht! Bravo!

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    1. Gegen sinnliche Fotos sagt ja auch keiner was. Wenn aber tatsächlich ihr Ex-Freund Fotos wie diese gegen ihren Willen auf ein Spanner-Portal gesetzt hat, dann ist er ein mieser verdammter Dreckskerl ohne jede Ehre - und jeder andere, der gleich handelt auch. Das ist ein ganz mieser Beigeschmack dieser Fotos.

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  10. Keine schlechte Aktion von ihr eigentlich als Reaktion - aber für jedermann ist das ganz sicher auch nicht. Da braucht man schon eine Menge Selbstbewusstsein, wenn man so eine Aktion durchziehen will!

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  11. Ich denke, hinschauen ist sogar erwünscht.

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  12. Ich frage mich nur immer wieder wer solche Fotos von sich machen lässt wo es den Anscheinend ihre Kitzler / Intimbereich berührt hat um sich zu befriedigen?

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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