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#nicht immer brav aber...immer wOw


Brief von Gerd - Lieber Ernst Happel ...

... für mich einer der besten Trainer aller Zeiten. Mai 1991 - Die Lauda-Air mit 223 Menschen an Bord stürzt im Westen Thailands ab. Ich absolviere gerade meine 4-wöchige Fußballtrainerausbildung B-Lizenz in Innsbruck. Trainer in Innsbruck ist der Welttrainer Ernst Happel, auch “Grantler” genannt.

Eigentlich brauchte er nur 2 Dinge im Leben - Fussball und Zigaretten. Ernst Happel.

Im Vorbeigehen redet er ganz kurz mit uns angehenden Fußballtrainern - “Burschen denkt immer drann, Fußball wird nicht im Lehrsaal, sondern am Fußballplatz gespielt” - Und weg war er - es war mein einziges Zusammentreffen mit diesem Mann, seinen Satz werde ich aber nie vergessen.

Der Brief heute wird eine Qual für Menschen, die mit Fußball nichts am Hut haben, ABER er wird eine freudige Erinnerungen an einen der Größten dieser Zunft. Die Worte von Happel sind für Viele wie Bibelsprüche. Ich liebte diesen Trainer, seine Art, seine Worte, seine Direktheit und seine Philosophie von diesem traumhaften Spiel.

Im Winter 1991 übernimmt Happel als Teamchef die österreichische Nationalmannschaft. Knapp ein Jahr später am 14.11.1992 stirbt er, wie er gelebt hat - kompromisslos.

Nach dem 5:2 Sieg gegen Israel am 28.10.1992 sagte er:

“Werd`s sehen, da wird was drauss”

Recht hatte er - allerdings dauerte das 23 Jahre - 17 Tage nach diesem Ausspruch ist Ernst Happel tot.

Seine Antworten gab er auf dem Platz, aber auch die Reporter konnten seine Fußballweisheiten kurz und knapp entgegennehmen, wenn er dazu aufgelegt war.

In Memoriam Ernst “Aschyl” Happel hier seine Weisheiten für die Fußballewigkeit:

„Pech war nicht im Spiel. Pech ist, wenn man sich den Fuß bricht.“

Happel nach der sensationellen Pokalniederlage des Hambruger SV gegen den SC Geislingen 1984: 
„Ich sag schon immer, hoffentlich scheint die Sunn nicht, sonst siehst deinen Schatten und hupfst vor Angst an Meter hoch!“

Happel als HSV-Trainer zu seinem damaligen „Sorgenkind“ Wolfram Wuttke:
„Da derfst ned rauchen, des halt i ned lang durch.“

Happel zum Thema Hallenfußball
„Bei der Manndeckung hast du elf Esel auf dem Platz stehen!“
„Mir ist ein 5:4 lieber als ein 1:0!“
„Sechs Jahre Hamburg sind genug! Ich mag das nicht, wenn meine Enkel immer vom Opa Hamburg reden...“
„Haut's eich in Schnee!“ –

Ernst Happel zu Journalisten bei einer Pressekonferenz ehe er aufsteht und geht.
„Ich wünsche allen Beteiligten frohe Festtage!“

Happels einziger Kommentar zum letzten Spiel des Hamburger SV vor Weihnachten 1986, bei der anschließenden Pressekonferenz
„Ja, nun ist es genug gefragt! Soviel fragst du sonst das ganze Jahr nicht!“

Happel genervt zu einem Journalisten, während einer Pressekonferenz.
„Wir kennen alle unseren „langen Max“, wir müssen den nicht so tierisch ernst nehmen!“

Ernst Happel 1982 im Aktuellen Sportstudio über seinen Intimfeind Max Merkel.
„Brutto kennt der Alte nicht!“

Günter Netzer zun Hamburger-SV-Präsidenten Klein, bei Vertragsverhandlungen zwischen Happel und der HSV-Führung.
„Is aner von der Bildzeitung da? Na? Dann können ma anfangen“

Ernst Happel, bei der ersten Pressekonferenz bei seinem Wechsel von Deutschland nach Innsbruck.

„An Nockerten kann ma ned in de Tasche greifen!“
Antwort auf die Frage nach seinem Gehalt bei Rapid Wien

„Bei uns kann jeder machen, was er will, es muss nur im Sinne der Mannschaft sein.“
„Der Fußball ist zu 80% Praxis und zu 20% Theorie.“

„Der spielt weiter hinten, der schießt doch sowieso immer aus 300 Metern aufs Tor!“
über den Offensivdrang seines Spielers Kroth

„Ein Tag ohne Fußball ist ein verlorener Tag.“

„Haut's eich in Schnee.“
zu aufdringlichen Journalisten

„I brauch kane Spüler de wos an Beistrich in da Unterhosn ham.“
„Im Profifussball gehören die Gehälter auf Leistung bezogen.“
„Jedes Spiel hat zwei Halbzeiten.“

„Man sollte zu 80 Prozent in der Raumdeckung arbeiten und nur zu 20 Prozent in der Manndeckung.“

„Wann's red'n wollen, müssen's Staubsaugervertreter werden. Ich brauche nur Fußballer.“
auf die Bitte von seinem damaligen FC-Tirol-Spieler Hansi Müller um ein Gespräch

„Wenn i des Wort Motivation hör, wird ma schlecht.“
„Wenn wir die Kugel haben, haben's die anderen net.“

„Wir haben so viel erlebt, ich muss aufhören. Mit zu viel Siegen geht die Disziplin zurück. Wir werden zu sehr Freunde. Man leidet und weint, man lacht und gewinnt zusammen. Und das darf nicht zu lang dauern."
über seinen Weggang von Feyenoord Rotterdam

„Der Fußball wird immer primitiver, wird mit Härte und Blindheit gespielt.“
„Dieser Beruf verlangt Naturbegabung. Wissenschaftlich kann man ihn nicht erlernen.“
„Ein Trainer ist nur wertvoll für die Mannschaft, wenn sie ihn akzeptiert. Tun die Spieler es, hängen sie an seinen Lippen, tun sie es nicht, hängt er ihnen zum Hals raus.“

„Es gibt keinen besten Trainer der Welt. Es gibt nur gute und schlechte Trainer. Leider ist das Verhältnis zwischen gut und schlecht nicht optimal. Vielleicht 4:1 für schlecht.“

„Ich bin ein Trainer, der menschlich ist.“
„Ich habe im Fußball so viel erlebt, dass mich nichts mehr erschüttern kann.“
„Ich halte mich für autoritär.“

„Wer ein guter Trainer ist, das merkt die Mannschaft in den ersten vier Wochen. Am wichtigsten ist dabei, dass dann die Spieler wissen, wer der Chef ist.“

„Ich will im Ausland nicht tot gehen.“
Über seine Rückkehr nach Österreich

"Wirst sehen, da wird was draus."
Über das ÖFB-Team in seinem Testament

„Ich gehe mit Spielern keinen Wein trinken.“

Was sagt die Fußballwelt über Ernst Happel:

„Am Ende ließen wir nur noch die Köpfe hängen und fragten uns, welchen Fuchs von Trainer haben die?“
Günter Netzer nach einem Spiel von Mönchengladbach gegen Feyenoord Rotterdam, nachdem die Deutschen mehrfach in die von Happel eingeführte Rotterdammer Abseitsfalle liefen. Als Hamburg-Manager verpflichtete Netzer Happel als Trainer.

„Alles, was Happel sagt, ist für mich ein Evangelium.“
Franz Beckenbauer, Spieler unter Happel in Hamburg

„Von seinem Fußballsachverstand her war Ernst Happel einer der größten Trainer aller Zeiten!“
Franz Beckenbauer, unmittelbar nach Happels Tod.

„Als er zu uns in die Kabine kam, war es, als ob jemand das Licht aufgedreht hätte.“
Horst Hrubesch, Spieler unter Happel in Hamburg

„Viel spricht man heute vom offenen, grenzenlosen Europa. Für Ernst Happel war Europa bereits grenzenlos, als noch kaum die Rede davon war. Er war mit größter Selbstverständlichkeit Wiener, Österreicher und entweder Holländer, Belgier oder Deutscher. Mit Ernst Happel geht ein Stück Europa verloren."
Franz Vranitzky, damaliger Bundeskanzler, in seiner Trauerrede beim Begräbnis

„Es ist schön, dass er auch 20 Jahre nach seinem Tod noch so präsent ist. Als Kinder haben wir noch nicht wirklich überrissen, wie groß sein Ikonenstatus eigentlich ist.“
Christina Happel, Enkelin

„Alle, die ihn besser gekannt haben, schwärmen von ihm.“
Christina Happel, Enkelin

R.I.P. Ernst Happel - du bleibst unerreicht und unvergessen.

In Gedanken - euer G.Ender - I write not only for your smile





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