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Seit August 2011 wird das Wrack des ehemals stolzen Schiffes Titanic Zentimeter für Zentimeter mittels Schallwellen vermessen, um neues von der Titanic zu erfahren. Sicher ist, das Wrack der Titanic zerfällt langsam aber sicher. Sind die Tage der Titanic bald endgültig gezählt?

Neues von der Titanic. Das Wrack zerfällt bald endgültig.

Seit ihrer Wiederentdeckung im September 1985 findet die Titanic keine Ruhe mehr. Eine mehr oder weniger wissenschaftliche Untersuchung nach der anderen muss die ehemalige Königin der Meere über sich ergehen lassen, findet keinen Frieden.

Doch neueste Untersuchungen bestätigen, was viele befürchtet hatten. Strömung, Salzwasser, Druck und Eisenbakterien haben dem Wrack mächtig zugesetzt, bald brechen die endgültig letzten Tage für die Titanic an. Deshalb wird seit August 2011 noch vermossen, was geht, geborgen, was möglich ist. 

Doch erst noch einen schnellen Rückblick ins Jahr 1985. Es ist kurz nach 1 Uhr morgens am 1. September 1985...

Robert Ballard und die Mitglieder seines Teams an Bord des Forschungsschiffs R/V Knorr starren auf die Bilder, die das unbemannte U-Boot Argo über ein Kabel aus der Tiefe herauf schickt. Seit Tagen suchen sie nach jedem noch so kleinen Wrackteil.  
 Denn wenn ein Schiff in so großer Tiefe sinkt, dann implodiert der Rumpf durch den Druck des Wassers. Tausende Wrackteile werden über eine große Fläche des Meeresbodens verstreut.

Die USS Scorpion ging 1963 verloren.

Dass die den Weg zum Wrack weisen hat Ballard auf einer Geheimmission für die US-Marine gelernt. 1982 hat er die Navy um Geld für seine Suche nach der Titanic gebeten, doch die Militärs interessieren sich kaum für den 1912 gesunkenen, zivilen Dampfer.

Aber für zwei in den 1960ern gesunkene Atom-U-Boote, die USS Scorpion und die USS Thresher. Die Navy finanziert die R/V Knorr und stellt Ballard befristet an. Er soll erst die beiden U-Boot-Wracks finden und erforschen, dann darf er die Titanic suchen.  
Erst 2008 enthüllt der Meeresforscher, woher das Geld für seine Expedition kam. Im Kalten Krieg war die Suche nach dem Luxusliner für die Navy eine willkommene Tarngeschichte.

“Mein Gott, wir haben die Titanic gefunden”, ruft Ballard aus. Später schreibt er, es sei wie “das Wiedersehen mit einer alten Geliebten” gewesen, der er viele Jahre Briefe geschrieben habe.

Viel Zeit bleibt ihm nicht mit der Liebsten denn die Knorr ist nur noch für vier Tagen reserviert. Ballard betrachtet den Ort des Untergangs, der rund 1500 Todesopfer forderte, als Friedhof, den er nicht entweihen will. Das tun bald andere.


Belfast, April 1912. Die Titanic verlässt den Hafen. Am
14. April 1912 reisst sie 1517 Menschen mit in die Tiefe.

Die Tauchfirmen, die dann über die gesunkene Titanic herfallen, argumentieren, dass bald gar nichts mehr von der Titanic übrig wäre, wenn sie nicht was ginge herausholten. Und leider hatten sie gar nicht Unrecht damit.

Deshalb arbeitet seit August 2010 das Projekt RMS Titanic an einer Art digitalem 3D-Modell des Wracks. Zwei ferngesteuerte U-Boote filmen das gesunkene Schiff Zentimeter für Zentimeter, vermessen es mit Schallwellen. 
Bei RMS Titanic spricht man von einem “virtuellen Bergen”. Die Tauchgänge sollten auch zeigen, wie stark Strömung, Salzwasser, Druck und Eisenbakterien dem Wrack tatsächlich zugesetzt haben. Denn trotz aller Geschichten weiß niemand wirklich, wie es aussieht. 

Die Auswertungen werden wohl noch eine Zeit auf sich warten lassen, und inzwischen werden sich wieder weitere aufmachen, um zum Wrack der Titanic hinabzutauchen. Endgültig Frieden bekommt die Titanic wohl erst, wenn die Eisenbakterien sie bis zur Unkenntlichkeit verdaut haben.





Aus "Die letzten Tage der Titanic", (c) Wolfgang Godec

Du willst mehr über die Titanic erfahren? Unsere Bloggerin Dagmar hat >>>hier so manche weitere Geschichte für dich.


Mehr zu Neufundland in unserem Travel-Blog: Zwischen Eisbergen und den letzten Wikingern


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