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Jetzt hat er es also. Michael Wigge von ZDF_Neo ist stolzer Besitzer eines Tuk Tuks! Doch das Ding will so gar nicht wie Michi es gern hätte. Nach bereits mehreren Reparaturen schmiedet Michael Wigge schon neue Pläne. Denn sonst kommt er nie von seinem Apfel zum Traumhaus auf Hawaii!

Das muss man dem Michi Wigge lassen. Der macht echt unglaubliche Sachen.
Die letzten drei Tage mit dem Tuk Tuk waren nicht gerade so romantisch wie ich es mir gewünscht hatte. Das Tuk Tuk hatte sich zwar stylen lassen, sonst sich aber ordentlich eigensinnig gezeigt, indem es andauernd liegen blieb. Deshalb musste schnell eine Lösung her, bevor es irgendwie in tausend Einzelteile zerfällt.

In Süd-Goa sieht man ab und zu mal Typen mit einem Elefanten im Schlepptau, die hier herumlaufen und mit Touristenfotos und Reittouren ihr Geld verdienen. Ich habe Maijur kennen gelernt, der mit seinem Kollegen mehrere Elefanten durch die Gegend führt. Auf meine Frage, ob er ein Tuk Tuk gegen seinen größten Elefanten eintauschen wolle, lachte er, da der Elefant seinen ganzen Lebensunterhalt darstellt. Aber er bot mir an ihn zwei Stunden mir zu übergeben, um mir selbst einen Eindruck zu machen, ob ich die Fähigkeit hätte die Verantwortung für einen Elefanten zu übernehmen.

Also, die riesige Elefantendame namens Kanga stand friedlich vor mir und schaute mich ganz lieb an, als ich sie für zwei Stunden übernahm. Beim Füttern lief es gut. Zwar nahm sie mein trockenes Gras nicht an, aber sie konnte von den Blättern, der von mir überreichten Jack Frucht, nicht genug bekommen. Also, ein guter Austausch zum Beginn unserer zweistündigen Freundschaft.

Dann führte ich Kanga zum Fluss, und ich probte sie zu führen und zu lenken. Auf „Sitz“ und „Platz“, „Hü“ und „Hot“ regierte sie nur mit einem verstörten Blick. Wahrscheinlich dachte sie sich, dass ich mit meinem Hunde- und Pferdegequatsche ziemlich lächerlich bin. Auf „Agat„ und „Pichahat (nicht Pizza Hut, wie ich zuerst dachte) reagierte sie aber schon besser und ging vor und zurück. 

Und dann im Fluss der Wahnsinn: Die riesige Elefantendame stand neben mir, und ich sagte zu ihr auf meditativ-hypnotischer Art und Weise immer wieder in meiner Hundesprache „Sitz, sitz, komm Kanga, mach Platz!“ Mit einer seichten, wellenförmigen Handbewegung unterstützte ich meine Hypnose, bis das Unglaubliche passierte: Kanga legte sich flach ins Wasser und schlief ein, kein Scherz. Was habe ich da nur getan? Ein hypnotischer Austausch zwischen Mensch und Elefant? Gab es das überhaupt schon mal in der indischen Elefantengeschichte?

Nach meiner kleinen Show-Einlage gab es dann noch weiteren Austausch zwischen Kanga und mir: Austausch in Form von sauber schrubben, Austausch, indem ich Kanga im Fluss als Kopfkissen nutzte und der Klassiker eines jeden Elefantenaustauschs: Ich saß auf ihrem Rücken, während des Bades, und sie saugte Wasser in ihren Rüssel und spritzte mich nass, so dass ich sie zur Freude streichelte. Als Dienstleistungen von mir im Tausch gegen Unterhaltung und Abkühlung von ihr.

Also, der Austausch zwischen Kanga und mir war grandios, aber ich habe nach den zwei Stunden auch gemerkt, dass ich keine Verantwortung für einen Elefanten übernehmen kann, geschweige denn sie in meinem Hotelzimmer deponieren könnte und sitze deshalb immer noch auf meinem Tuk Tuk. Tuckernd, Michael

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