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Weil er das verheerende Erdbeben von L'Aquila 2009 nicht vorher gesehen hatte, wird nun Enzo Boschi, Präsident des Italienischen Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV), gemeinsam mit sechs weiteren Wissenschaftlern und Technikern wegen Totschlags angeklagt und muss sich einem Gerichtsverfahren stellen!  

L`Aquila wurde von einem Erdbeben zerstört, dass es laut "Experten" gar nicht hätte geben dürfen.

Das verheerende Erdbeben hatte am 6. April 2009 verheerende Schäden in der italienischen Stadt L'Aquila angerichtet, 308 Menschen verloren ihr Leben. Boschi und die anderen Wissenschaftler sassen damals in einem Ausschuss, der die Lage im Erdbebengebiet zu beurteilen hatte. 

Bei einer Pressekonferenz am 31. März 2009, der auch weitere Forscher aus dem INGV, städtische Beamten und Vertreter des Zivilschutzes beiwohnten, hatte der stellvertretende Vorsitzende Barberi  behauptet, es gebe keine Veranlassung zu glauben, dass ein großes Beben  unmittelbar bevorstehe.

Und das, obwohl das Gebiet um die Stadt in den Vormonaten von einer Reihe kleinerer Beben erschüttert worden war. Barberi ist ebenfalls einer der sieben jetzt Angeklagten.

Kurz nach dem Beben hatten Staatsanwälte angekündigt, Untersuchungen einzuleiten, da die Erklärungen des Aussschusses den Menschen der Stadt ein falsches Gefühl der Sicherheit gegeben und das wiederum zu falschen Entscheidungen geführt habe.

Die sieben Experten wurden von Staatsanwälten aus L'Aquila angeklagt, nachdem überlebende Bewohner und Angehörige der getöteten Menschen in der Öffentlichkeit beklagt hatten, dass sie aufgrund der Empfehlungen und Zusagen des Ausschusses während des Bebens in ihren Häusern geblieben waren.

Die Menschen hatten sich auf die Meinung der (hervorragend bezahlten) Experten verlassen. Viele Häuser allerdings stürzten ein, weshalb auch die Zahl der Getöteten so hoch ist.

Die Untersuchungen wurden bereits vor fast einem Jahr eingeleitet, am Freitag dann kündigte der Richter Giuseppe Romano Gargarella vom Gericht in L'Aquila an, dass die sieben Wissenschaftler angeklagt werden und sich einem Prozess verantworten müssen. 

Nach Angaben der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" begründete Richter Gargarella dies damit, dass die sieben Angeklagten wenige Tage vor dem schweren Erdbeben "ungenau, unvollständig und widersprüchlich Informationen" bezüglich dem Verhalten während eines Bebens und auch der Wahrscheinlichkeit eines Bebens in der Region geliefert hätten. 

Mit ihren damaligen Aussagen hätten die Angeklagten "Aktivitäten und Massnahmen vereitelt, die gesetzt hätten werden müssen, um die Öffentlichkeit zu schützen", so der Richter. 

Angeklagt werden die sieben Experten wegen Totschlags in 308 Fällen.

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