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Laut Augenzeugen wurde jetzt im Schweizerischen Graubünden wieder ein Wolf gesichtet. Und dieser soll schon etliche Schaf gerissen haben. Wenn dies so ist, wird sicherlich wieder eine wilde Jagd nach dem Wolf gestartet. Inwieweit die Menschen etwas Vernunft dabei walten lassen, ist ungewiss. 

Im Schweizerischen Graubünden soll wieder ein Wolf gesichtet worden sein.
Hat man doch den letzten, auch in Graubünden gesichteten Wolf im Mai dieses Jahres erschossen. Dieser soll etwa 50 Schafe gerissen haben. Dass da die Schafzüchter und auch all die übrigen Bauern keine Freude haben, ist nur verständlich. Aber vielleicht gäbe es doch noch andere Möglichkeiten, als nur den Abschuss! 

Ich denke dabei an einen geschulten Herdenschutzhund. Den natürlichen Instinkt des Wolfs machen sich dabei Schäfer zunutze, wenn sie ihre Hütehunde auf die Treibarbeit abrichten. Ein guter Hirtenhund hat die Intelligenz des Wolfs und dessen Reaktionsvermögen auf das Verhalten seiner Beute im Blut. Er kennt daher die Bewegungen der Schafe im voraus und weiss, wie er laufen muss, um sie in die gewünschte Richtung zu treiben oder ihnen den Fluchtweg abzuschneiden. 

Hütehunde sehen im Schäfer lediglich ein weiteres Mitglied des Wolfsrudels, aber dieser hat die Oberaufsicht und unterdrückt ihren Tötungsinstinkt. Doch Wanderer sollten Vorsicht walten lassen und sich nicht zu sehr nähern! Dann gäbe es noch den "Karkachan" ein Hund, der ursprünglich aus Bulgarien kommt und sehr erfolgreich gegen Wölfe eingesetzt wird. Auch Elektro- oder andere starke Zäune wären hilfreich, natürlich müssten die Herdenbesitzer bereit sein, darüber zu diskutieren und sollten Hilfe bei den jeweiligen Gemeinden erhalten. 

Erschiessen ist die effizienteste und wohl einfachste Lösung, aber ist sie auch die beste? Hätte man bei Bär "Bruno" nicht eventuell auch eine andere Variante suchen können? Ich verstehe die Bauern und Hirten, keiner will ein Tier auf diese Art verlieren, aber ist es nicht so, dass der Mensch selbst das ärgste Raubtier ist. Seit Jahrhunderten rotten wir Tiere aus und unsere Welt wird immer ärmer dadurch. Viele Tiere gibt es überhaupt nicht mehr, wo eindeutig die Schuld beim Menschen liegt. 

Und unsere Kinder haben nur mehr die Möglichkeit, seltene Tiere im Zoo zu sehen, wenn überhaupt. Vielleicht liegt vieles überhaupt an unserem Verhalten und einiges auch an Vorurteilen! Zudem geistert noch immer das Märchen vom "Rotkäppchen und dem bösen Wolf" in unseren Köpfen herum. 

Doch Forscher können bestätigen, dass der Wolf ein sehr scheues Tier ist und sicher vor den Menschen flieht. Auch wird er sich nicht auf eine Konfrontation mit dem Menschen einlassen wird, sofern auch dieser Vernunft walten lässt.

Wölfe sind Herdentiere mit ganz bestimmten Rangordnungen. Sie werden bis zu 45 kg schwer und haben, wenn sie nicht vorher erschossen oder krank werden, eine Lebenserwartung von etwa 12 Jahren. Nach der Paarung und neun Monaten Tragezeit bringen die Weibchen etwa vier bis sieben Junge zur Welt. Etwa eine Woche nach der Geburt öffnen die Welpen ihre Augen und etwa drei Wochen später verlassen sie zum ersten Mal den Bau. Nach zirka 10 Wochen werden sie entwöhnt. 

Bis sie sich dem Rudel anschliessen, werden sie von den Mitgliedern mit Fleisch gefüttert, das sie auswürgen. Mit sechs Monaten beginnen die Jungen, mit dem Rudel auf Jagd zu gehen. Solcher besteht aus etwa sieben Tieren - einem Elternpaar und Jungen aus früheren Würfen. Sie jagen relativ so alles, was ihnen vor die Augen resp. Mäuler kommt.

Ihr Heulen klingt für Menschenohren etwas unheimlich, hilft aber den Mitgliedern, miteinander in Verbindung zu bleiben. Riechen können sie ihre Beute schon aus etwa 1,5 Kilometer Entfernung. Gesunde Tiere gehören selten zu ihrer Beute. Meistens sind es alte, schwache oder kranke Tiere. 

Der Ruf als furchtlose, in Rudeln jagende Räuber hat beinahe zu ihrer Ausrottung geführt. Langsam beginnt er seine einstmals angestammten Gebiete zurück zu erobern. Ob ihm dies gelingen wird, bleibt fraglich.

Was ist Deine Meinung? Den Wolf leben und sein lassen oder jagen und erschiessen? Diskutier mit!

15 Kommentare:

  1. Der Wolf lebt doch schon seit Jahrhunderten nicht mehr in diesen Regionen - und gehört auch nicht mehr hierher!

    Früher war alles unbewohntes, "wildes" Land, heute wohnen Menschen dort. Also, wenn ich ein Schäfer wär, und ein wildes Tier reisst mir ein Tier (meine Lebensgrundlage!) nach dem anderen, dann bin ich der erste der schreit: erlegen! oder ab in den Zoo damit.

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  2. Also, wenn die Wölfe wie im Artikel alles jagen was ihnen vor die Mäuler kommt, dann würd ich nmich nicht mehr wohl fühlen dort.

    Und was, wenn mal das erste Kind angefallen wird? Dann war es mal wieder keiner.

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  3. jajajaja,

    immer die anderen sollen:

    Die Bauern sollen doch gefälligst Hirtenhunde anschaffen - und da sollen doch gefälligst starke elektrische Zäune hin - als wenn ein Zaun einen Wolf was scheren würde - und die Gemeinden sollen unterstützen - und die Bauern und Schäfer, die von der Schafzucht leben, die sollen doch gefälligst die Klappe halten - und den armen Wolf auch noch kuscheln?

    Und wer zahlt das alles? Meiner Meinung nach sollen die das alles auch bezahlen, die laut nach "Schutz für den armen Wolf" schrei(b)en!

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  4. Dass man Tieren in deren angestammter Umgebung das Überleben sichert, ist ein hehres Ziel das sicherlich unterstützt gehört.

    Eben: ANGESTAMMT. Bei einem Tier, das schon seit Jahrhunderten nicht mehr dort heimisch war, kann man nicht mehr von "angestammter Umgebung" reden. Alles hat sich verändert! Ich kann nicht für die Graubündner reden, aber ein Wolf genauso wie ein Bär gehört dort nicht mehr hin. Er ist HEUTE ein Eindringling!

    @Krimonos. Erlegen, das ist in meinen Augen das letzte Mittel. Betäuben und dort aussetzen, wo er wirklich hingehört, das wäre angemessen.

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  5. Wenn man um nur EIN missbrauchtes Kind gleich viel Wind machen würde wie um EINEN Wolf...

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  6. INformierts euch erst mal alle richtig, bevor ihr postet:

    Laut Jahresberichts des Graubündner Amts für Jagd und Fischerei sind bereits seit 2006 Wölfe in diesem Gebiet.

    http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/bvfd/ajf/dokumentation/grossraubtiere/Seiten/JahresberichteWolf.aspx

    Also, dort erst nachlesen!

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  7. Ich danke für all die Kommentare und gebe auch allen recht. Möchte aber festhalten, dass mir ganz sicher ein Kind tausendmal wichtiger ist als ein Wolf! Ich denke, das habe ich genug angeprangert und ist nicht zu vergleichen. Da wären aber auch noch die Leute zu erwähnen, die Kampfhunde halten, oftmals nur aus Prestigegründen. Da müssen nicht nur Kinder davor Angst haben.
    Auch danke ich Krimonos, ich halte es mit ihm. Aber ich bin immer froh um jegliche Kommentare, denn die Meinung der Menschen ist mir wichtig. Dagmar

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  8. die gerissenen schafe waren allesamt krank und schwach????????

    ich möchte keinen wolf im wäldchen neben meinem haus herumstreifen wissen, da können mir "tierschützer" von "harmlosen" wölfen erzählen was die wollen.

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  9. @Julia

    Da hast vollkommen recht! Was ist wieder ein Geheul darum, dass im Yellowstone Park Menschen von Bären getötet wurden - und die leben wirklich noch in ihrem "angestammten Lebensumfeld".

    Von den ganzen Wolfschützern und "zurück zum Altertum"-Predigern wäre kein einziger mehr zu sehen, würde hier ein Kind oder auch ein Erwachsener von einem Bären oder Wolf angefallen worden!

    Und auch im Yellowstone Park hiess es, dass Bären "normalerweise" scheu wären und keine Menschen anfallen.

    Kein Trost für jene Menschen, die dort jetzt um ihre grausam getöteten Väter, Mütter, Söhne und Töchter trauern!!!

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  10. @Julia

    Da hast vollkommen recht! Was ist wieder ein Geheul darum, dass im Yellowstone Park Menschen von Bären getötet wurden - und die leben wirklich noch in ihrem "angestammten Lebensumfeld".

    Von den ganzen Wolfschützern und "zurück zum Altertum"-Predigern wäre kein einziger mehr zu sehen, würde hier ein Kind oder auch ein Erwachsener von einem Bären oder Wolf angefallen worden!

    Und auch im Yellowstone Park hiess es, dass Bären "normalerweise" scheu wären und keine Menschen anfallen.

    Kein Trost für jene Menschen, die dort jetzt um ihre grausam getöteten Väter, Mütter, Söhne und Töchter trauern!!!

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  11. Bären in Europa mit Bären in den USA zu vergleichen hinkt schon ein wenig.

    Wo ich 100prozentig unterschreiben kann: Wir müssen uns keine neuen Gefahren heranzüchten.

    Und was die Artenvielfalt betrifft: Wo bleibt der Aufschrei der "Tierschützer" und "Grünen", wenn bei uns immer mehr Kulturpflanzen vernichtet werden und in ganz Europa nur mehr wenige Saatgutarten existieren?

    Aber im einen Fall geht es ja nur um ein paar Schafe und Bauern, im anderen Fall um eine Wirtschaftslobby - da halten auch die "Grünen" lieber die Schnauze.

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  12. Es ist halt wie so oft: Solange der Wolf oder auch der Bär weit entfernt beim übernächsten Nachbarn herumläuft - dann muss das Teil unbedingt geschützt werden.

    Anders sieht es dann aus, wenn man selbst Angst haben muss, abends mal einem Bären oder einem Wolfsrudel gegenüber zu stehen, der sich in den eigenen Garten verlaufen hat.

    Ob dann immer noch alle "Tierschützer" bleiben?

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  13. Mir sind Wölfe im Zoo oder in Sibirien auch lieber ...

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  14. Wenn wir schon von Tierschutz reden:

    Wer hat die dutzenden Schafe geschützt, die in Graubünden bestialisch gerissen wurden? Die hatten sicher auch unglaubliche Ängste und Schmerzen zu ertragen! Jetzt zählt das Leid dieser Tiere auf einmal nichts mehr?

    Tierschutz ist sicherlich zu unterstützen, aber wenn, dann muss das für alle Tiere gelten und darf dann nicht nach Belieben ab- und angeschaltet werden.

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  15. Stimmt! Und unvorstellbar, wie es auch für die Bauern und Schafzüchter gewesen sein muss, morgens ihre zerfetzten und angefressenen Schafe aufzufinden!

    Laut Bericht hat allein der letzte Wolf über 50 Schafe gerissen? Jene, die so laut schreien, man solle die Wölfe wieder "einbürgern", sollen doch einmal die Reste von gerissenen Schafen einsammeln gehen!

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Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

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