Full width home advertisement


Post Page Advertisement [Top]

Des einen Leid, des anderen Freud. In Scharen strömen derzeit Schweizerinnen und Schweizer ins nahe Deutschland und Österreich, um dort ihre Einkäufe billig zu tätigen. Im Grenzgebiet reibt man sich die Hände - von wegen Krise! Rekordumsätze!

  
Der starke Franken treibt Schweizer Kunden in Scharen über die nahe deutsche und österreichische Grenze. Dort freut sich die Wirtschaft, denn der Anteil der Schweizer Kunden habe sich mancherorts mehr als verdoppelt! Dementsprechend werden aus den Grenzregionen Rekordumsätze vermeldet.

Kein Wunder ist das nahe Euro-Ausland für die Schweizer ein wahres Einkaufsparadies. Seit die Finanzkrise im Jahr 2008 akut wurde, hat der Euro zum Schweizer Franken deutlich an Wert verloren: 2008 gab es für einen Euro 1,59 Schweizer Franken, jetzt aber nur noch unter 1,10 Franken.

So ist man zum Beispiel im Vorarlberger Einkaufszentrum "Messepark" mehr als zufrieden. "Wir verzeichnen ein Plus, wie wir es zu dieser Jahreszeit zuvor in dieser Form noch nie hatten" lautet dort der Tenor. Nicht viel anders im süddeutschen Raum. "Wir haben es mit einer Ausnahmesituation zu tun. Die Geschäfte laufen überdurchschnittlich gut", erklärt der Geschäftsführer des Einzelhandelverbandes Südbaden in Freiburg, Manfred Noppel.

Je näher die Geschäfte an der Grenze liegen, desto besser. Besonders begehrt seien hochpreisige Einrichtungsgegenstände und Elektronikprodukte, so Noppel. Im Plus liegen auch Textilgeschäfte und Modehäuser sowie die Tourismusbranche mit Gasthäusern und Hotels.
Pendelten früher naturgemäss nur Schweizer aus den Grenzregionen ins nahe (günstigere) Ausland, so nehmen inzwischen sogar immer mehr Kunden aus der Zentralschweiz den längeren Weg nach Deutschland und Österreich in Kauf. Denn neben den weitaus günstigeren Preisen kommt noch hinzu, dass Schweizerinnen und Schweizer die deutsche und österreichische  Mehrwertsteuer wieder rückerstattet wird - in Deutschland sogar direkt an der Ladentheke.

Ob der Einkaufsboom der Schweizer in Euro-Ländern noch lange anhalten wird? Ja, davon gehen Experten aus. Einmal weil der Euro auch auf mittlere Sicht "schwächeln" wird, und weil sich inzwischen viele Schweizer Kunden vom guten Preis-Leistungs-Verhältnis im nahen Ausland überzeugen konnten. Dass dies wegen ein paar Rappen auf oder ab ändern könnte - unwahrscheinlich.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Danke für eure Kommentare. Und dafür, dass ihr fair und mit Respekt anderen Meinungen gegenüber diskutiert.

Euer HotNewsBlog-Team

Bottom Ad [Post Page]


| Designed by Colorlib