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Mein kleines Paradies, das ist mein Garten. Sehr gross ist er nicht und bestimmt auch nicht das, was man eine klassische Schönheit nennen könnte. Eher ein bisschen, na ich weiss nicht, wie ich es sagen soll, auf gut österreichisch würde man sagen, etwas „verwurschtelt“! Ja, ich weiss, ein komischer Ausdruck, na ja, sagen wir halt „unkonventionell“! 

  
Aber mir gefällt er! Es blühen Blumen und auch Sträucher, es ist kein englischer Rasen, eher eine Wiese, das Unkraut gedeiht oftmals besser als alles andere, aber auch frische Kräuter. Und obwohl er wie gesagt nicht sehr gross ist, habe ich doch ausser dem normalen Sitzplatz vom Wohnzimmer aus, noch zwei andere kuschelige Plätze, von denen aus ich jeweils einen anderen Blickwinkel in meinem Garten habe. 

Doch von allen dreien aus, kann ich meinen Brunnen sehen, den ich so liebe und wenn für ein paar Sekunden der Verkehr aussetzt, höre ich sogar das Wasser plätschern. Ich liebe meine Vasen und Figuren und es stört mich nicht, sie alle im Herbst zu verräumen und im Frühjahr wieder hinauszutragen. Und ich bin sicher von all meinen Nachbarn die erste, die, sobald der Frühling kommt, draussen ist und die letzte, die im Spätherbst sich ins Haus zurückzieht. 

Dann geniesse ich die letzten warmen Sonnenstrahlen, erfreue mich an den immer noch leuchtenden Farben und liebe es, manchmal einfach nur dazusitzen, den Wolken zuzusehen und ein bisschen zu träumen. Dabei kann ich mich so richtig erholen und meine Seele baumeln lassen. Natürlich kreisen dabei auch in meinem Kopf so alle möglichen Gedanken, lustige und traurige! 

 
Erinnerungen werden wach, an meine Kindheit und Jugend, meine Träume und Sehnsüchte. Doch wenn sich dann Melancholie einschleichen will, schüttle ich sie schnell ab und denke nur an all das Schöne, dass ich erleben durfte... >>>weiter auf Seite 2

Denn man soll nicht an Vergangenes denken, es macht nur traurig, schmerzt und bringt nichts, lieber frohen Mutes in die Zukunft schauen und dankbar sein, wenn es einem gesundheitlich halbwegs gut geht und man in Frieden leben darf. 

Aber jetzt hat mein kleines Paradies einen Knacks bekommen. Je näher der Herbst kommt, umso mehr Arbeit gibt es. Die Büsche müssen geschnitten werden und meinem wilden Wein, der wirklich alles verwildert, habe ich ganz brutal den Garaus gemacht. Jetzt hängen noch einige müde, halbverdorrte Blätter über den Zaun und warten darauf, dass ich sie endlich entferne. Mach ich auch, doch die letzten Tage waren mir zu kalt. 

Da hatte ich schon genug Arbeit, einige Kakteen wieder hereinzunehmen. Aber was soll’s! Es werden sicherlich noch einige schöne Tage kommen und davonlaufen wird mir die Arbeit auch nicht. Aber ich habe mir vorgenommen, jeden Tag etwas zu erledigen, so bin ich dann am Abend auch nicht ganz geschafft und mein Rücken wird es mir danken. 

Und wenn es auch nicht so ganz paradiesisch mehr aussieht, für eine Kaffeepause mit einer lieben Freundin reicht es noch immer. Dann werden doch wieder Erinnerungen wach und etwas Wehmut macht sich breit. Doch letztendlich siegt unser beider Humor und das ist gut so. 

Aber manchmal ist mein kleines Paradies eine richtige Nervensäge. Denn es liegt an der Durchgangsstrasse und der Verkehr ist enorm. Und daher oftmals der Lärm unerträglich. Die meisten Autofahrer haben nämlich leider keine Schule besucht, denn sie kennen die Zahlen nicht. Und so hilft auch die Tafel 50!!!!! nichts. Einige glauben sogar, besonders nachts, sie müssten ein Rennen fahren. 

  
Doch auch am Tage steigt der Lärmpegel, und es sind nicht nur die Pkw-Fahrer. Nein auch Busse halten sich nicht an die vorgeschriebenen Kilometer, genau so wenig wie die Lastwagenfahrer, die einfach mit 70 oder mehr durchrattern. Und einer übertrifft fast alle: ein liebevoller Landwirt! Welcher es ist, habe ich leider noch nicht herausgefunden. 

Habe eigentlich gar nicht gewusst, dass auch ein Traktor so schnell fahren kann und erst der Lärm! Dann denke ich mir! Augen, oder besser gesagt, Ohren zu und durch! Ich versuche einfach, den Lärm auszuschalten und mich nicht mehr darauf zu konzentrieren. Und da ich im Grunde meines Herzens ein sehr gutmütiger, ruhiger und geduldiger Mensch bin ;o))) (meine Leser müssen sich nicht unbedingt dieser Meinung anschliessen!!!!!) lass ich mich überraschen, denn jetzt? Ja, jetzt will man so einiges beheben! 

Zwar erst nächstes Jahr, aber immerhin, ein Lichtblick! Wie weit man das kann und was dann wirklich dabei herauskommt, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Vielleicht muss ich mich dabei auch um ein paar Meter von meinem kleinen Paradies verabschieden, aber wenn ich dabei mehr an Ruhe gewinne, na dann...

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