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Wie viele Menschen können von sich behaupten, wirklich gute Freunde zu haben? Ich spreche hier nicht von lieben Bekannten oder netten Zufallsbegegnungen. Auch meine ich nicht die Familie, mit der man sich je nachdem, mehr oder weniger gut versteht. (Meine ist ein Glücksfall, sie haben immer zu mir gehalten!) Nein, ich meine einen Freund oder Freundin, die immer und jederzeit für einen da sind.

Eine Freundschaft fürs Leben.
Egal ob in Freud' oder in Leid. Die dich auch ohne Worte verstehen und immer bereit sind, dich zu unterstützen, egal was gerade geschieht. Ich habe das unbeschreiblich grosse Glück, solche Freunde zu besitzen. Ich habe sogar noch Freundinnen aus der Volksschulzeit wieder gefunden und wir verstehen uns nach all den unbeschreiblich langen Jahren, wo wir uns nicht gesehen haben. 

Jede ist ihren eigenen Weg gegangen, aber auch jede hat gelernt, dass das Leben nicht immer so ist, wie wir es gerne möchten. Und trotzdem hat man es bewältigt, weil man musste! Man hatte viele schöne und traurige Stunden und man ist reifer geworden. Nach unserem Schülertreffen haben sich viele bei mir gemeldet und ich habe wieder recht herzlichen Kontakt. 

Einige haben mich besucht und es werden immer mehr. Das ist ein richtig schönes Gefühl, man kann Erinnerungen austauschen und so manches Ereignis von damals bringt uns zum Lachen oder stimmt uns auch traurig. Und so bin ich ein glücklicher Mensch, denn ich kann mich immer wieder austauschen, ein Mail schreiben oder telefonieren und so den Kontakt nicht mehr verlieren. 

Aber da ist noch was! Ich habe d i e Freundin gefunden. Und diese Freundschaft besteht nun schon seit über 40 Jahren. Sie ist ein wunderbarer Mensch und nichts konnte unsere Freundschaft trüben. Egal, was passierte - und ich kann euch versichern - das waren viele lustige, aber auch sehr schwere Stunden! Wir haben immer zusammengehalten. Wie man so schön sagt: In Freud' und Leid! 

Ihr Mann und mein Mann arbeiteten in der selben Firma und so lernten wir uns kennen. Und bei uns traf das Sprichwort in keiner Weise zu: "Zuviel Sprang (Sprung) haltet nit lang!" Wir machten fast jedes Wochenende etwas zusammen! Wir diskutierten über Gott und die Welt bis tief in die Nacht hinein und es wurde uns nie langweilig. Wir kratzten unser letztes Geld zusammen um uns ein "Güggeli" zu holen, dass wir mit viel Genuss zu viert verspeisten und waren glücklich und zufrieden. 

Ja, wir hatten wirklich wenig Geld damals und mussten schauen, dass wir im Monat durchkamen, aber dafür hatten wir noch unsere Träume und ich möchte diese Zeit niemals missen. Dann erkrankte ihr Mann schwer und wir flogen mit seiner Frau nach Salzburg, um ihn zu besuchen. Meine Freundin war verzweifelt und ich konnte sie kaum trösten. Gott sei Dank erholte er sich wieder, nachdem er zwei Beipässe erhalten hatte. Und wieder verbrachten wir viel Zeit zusammen, einmal kamen sie zu uns, dann wieder umgekehrt. 

So ging das Jahr für Jahr! Aber das Schicksal meint es halt nicht immer so, wie wir es wollen. Dann kam dieser schwarze Freitag und mein Mann stürzte mit dem Flugzeug ab. Meine Freunde waren sofort bei mir und standen mir bei. Und egal, wann immer ich trübe Stunden hatte, sie waren einfach da für mich. Unsere Freundschaft hielt eisern! 

Bis zu dem Tag, an dem auch ihr Mann starb. Ein Sekundentod, der ihn im Bregenzerwald ereilte. Wir alle waren wie erstarrt! Und so versuchte ich nun, so gut es ging ihr beizustehen. Das ist jetzt drei Jahre her und wir sind immer noch füreinander da. Unsere Freundschaft hat sich bewährt, in all den langen langen Jahren! 

Das ist ein Geschenk, aber nicht selbstverständlich. Freundschaft kommt nicht von alleine. Man muss etwas dafür tun. In guten Zeiten hat man oft viele "Freunde", denn da ist es leicht. Aber der wirklich gute Freund bleibt auch, wenn es dir schlecht geht. 

Und so bleibt mir nur noch eines zu sagen: 

"Rosmarie, ich danke dir für deine Freundschaft!"

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Euer HotNewsBlog-Team

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