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Nerven aus Stahl ist bei dieser Geschichte wohl die Untertreibung des Jahres. Denn weil eine 82-jährige unbedingt einen ICE fotografieren wollte, stellte sie sich einfach auf die Schienen und wartete, bis einer kam! Tat dann auch einer. Und der musste ob der Oma auf den Gleisen eine Vollbremsung einleiten. Nicht viel, und die Oma wär heut nicht mehr.

Sich vor einen fahrenden ICE stellen? Wer macht den sooooowas? Eine Rentnerin aus dem Landkreis Coburg!
Die heute 82 Jahre alte Rentnerin aus dem Landkreis Coburg hatte sich im März dieses Jahres im Bereich der Neuseser Bahnschienen in der Mittagszeit zum Fotografieren auf die Gleise gestellt. Ein herannahender ICE musste deshalb eine Notbremsung und in der Folge eine Zwangspause einlegen.

Die Rentnerin habe dann, so erzählte einer der Lokführer, nach dem Stopp dann ein paar Fotos geschossen mit dem Kommentar: "Da kann ich gleich noch ein Bild machen, wenn ihr schon mal alle so da steht." Da sie im Anschluss mit ihrem Auto davongefahren sei, habe man das Kennzeichen notiert und Anzeige erstattet.

Die Staatsanwaltschaft Coburg erhob dann Anklage gegen die Rentnerin, der Vorwurf: fahrlässiger Eingriff in den Bahnverkehr. Am Donnerstag war Verhandlung, und auch da sorgte die alte Dame für Unterhaltung. Mit den Worten "Ich habe gehört, der Richter ist nett" hatte die schwerhörige Angeklagte die Prozessbeteiligten zu Beginn begrüßt.

"Ich habe nichts schlechtes gemacht, ich fotografiere doch schon seit 40 Jahren", rechtfertigte die Frau ihr Verhalten, und ein ICE, der habe ihr halt noch gefehlt. Natürlich ;o) präsentierte sie dem Richter dann auch gleich ihre Fotos vom Tattag. Doch wegen dem "nett" hat sich die Seniorin wohl verhört, denn der Richter verdonnerte die alte Dame zu einer Busse von 1500 Euro, einem Monatseinkommen der Seniorin.

Und obendrein gab`s von Richter Stefan Wolf auch noch mahnende Worte in Richtung Angeklagte: "Die Aktion hätte tödlich ausgehen können. Sie sind doch kein junges Reh, das über die Gleise springen kann. Sie haben wohl noch keine Schnellbremsung im Zug erlebt."

Staatsanwältin Claudia Siller tröstete die Seniorin am Ende mit: "Sind schöne Bilder geworden, halt nur ein bisschen teuer."

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