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Fast jede Woche werden im Fernsehen Filme über das Dritte Reich gezeigt - besonders oft wird an die Geschehnisse des 20. Juli 1944 erinnert, als Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Hitler versuchte.  Doch schon früher wurden Attentate auf den Naziführer verübt - wie jenes des Tischlers Georg Elser. Jetzt wird die Geschichte des Georg Elser sogar verfilmt.

Sein Mut wurde nicht belohnt. Kurz vor Kriegsende wurde Georg Elser im KZ ermordet.

Zurück zu Graf Stauffenberg. Wie wir alle wissen, schlug dieses Attentat leider fehl, wodurch der Zweite Weltkrieg um ein weiteres Jahr voller Tot und Blut verlängert wurde. Stauffenberg wird heute als grosser Held gefeiert, was sicher auch seine Berechtigung hat, doch so ganz uneigennützig hat er wohl dieses Attentat nicht geplant. Er hatte sicher seine Hintergedanken, indem er, wäre das Attentat gelungen, sich sicherlich als hoher Beamter in der nachfolgenden Regierung gesehen hätte.

Man nimmt Graf Stauffenberg auch deshalb besonders gerne als Vorbild, war er doch am Anfang voll und ganz von Hitler begeistert und einer seiner treuesten Anhänger. Erst nach und nach wandelte sich seine Denkweise, bis er das Naziregime stürzen wollte. Wohl deshalb machte seine Geschichte soviel Eindruck.

Im Gegensatz zu der Geschichte rund um Stauffenberg wissen wohl nur wenige, dass es schon Jahre vorher, und zwar am 8. November 1939 ein Attentat auf Hitler gab. Ausgeführt wurde es von einem einfachen Tischler, Georg Elser, der schon damals erkannte, welch furchtbare Fratze das Nazi-Regime hatte.
Georg Elser wurde am 4. Januar 1903 geboren. 1939 arbeitete er als Hilfsarbeiter im Steinbruch Königsbronn-Itzelberg. Dort erwarb er sich Kenntnisse in der Sprengtechnik und entwendete Sprengpatronen und Sprengkapseln.

Als er erfuhr, dass Hitler eine Rede im Bürgerbräukeller in München halten wollte, höhlte er dort in 30 Nächten eine Säule aus, vor der das Rednerpult Hitlers aufgestellt werden würde.

Vom 1. bis 5. 11. 1939 baute er dann die Höllenmaschine dort ein. Er übernachtete sogar im Freien, um seine Arbeit rechtzeitig beenden zu können.

Am 8. November 1939 kam es dann um 21.20 Uhr zur Explosion, doch Hitler hatte bereits um 21.07 Uhr den Bürgerbräukeller verlassen!

Beim Versuch Georg Elsers in die Schweiz zu entkommen, wurde er von Zollbeamten festgenommen und der Polizei übergeben. Nach tagelangen Verhören durch die Gestapo gestand Elser schliesslich den Attentatsversuch. Er wurde noch in den letzten Kriegstagen im KZ Dachau erschossen.

In meinen Augen verdient Georg Elser noch mehr Bewunderung als Stauffenberg. Und endlich scheint man auch im Filmgeschäft davon überzeugt zu sein und lässt Elser die Anerkennung zukommen, die er längst verdient hätte.

Mit dem Film "Georg Elser – einer aus Deutschland" wird dem einfachen Tischler mit dem grossen Weitblick ein filmisches Denkmal gesetzt. Die Hauptrolle spielt Karl-Maria Brandauer. Ich denke, eine gute Wahl!

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