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Knapp zwei Wochen nach dem mysteriösen Verschwinden des Weltumseglers Stefan R. auf der Südsee-Insel Nuku Hiva ist es nun traurige und grausame Gewissheit. Die DNA-Untersuchung hat ergeben, dass es sich bei den an einer Feuerstelle entdeckten menschlichen Überresten um den vermissten Deutschen handelt - mutmasslich wurde er Opfer eines Kannibalen!

Die Südsee-Insel Nuku Hiva
"Der in der Feuerstelle verbrannte Leichnam ist es", erklärte am Freitag der zuständige Staatsanwalt José Thorel auf der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Französisch-Polynesien. Auch die gefundenen Zähne würden das belegen. Von dem mutmaßlichen Täter, einem einheimischen Jäger, fehlte auch am Freitag noch jede Spur.

Bereits am Mittwoch hatten die Eltern des 40 Jahre alten Opfers bekannt gegeben, dass sie die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn aufgegeben hätten. In einem Internet-Blog schrieben sie: "Die schrecklichen Umstände seines Todes berühren und schockieren uns."

Dabei hatte es vor fünf Jahren märchenhaft angefangen. Der Unternehmensberater und seine Lebensgefährtin Heike D. kauften sich damals in der Türkei den 14 Meter langen Katamaran "Baju" und starteten im April 2008 von der Türkei aus, um ihren Traum einer Weltumsegelung zu verwirklichen.

Quer durchs Mittelmeer und über den Atlantik führte die Reise auch in die Karibik. Von dort kam in der Nacht zum 9. Oktober das letzte Lebenszeichen von Stefan R. Auf seiner Facebook-Seite kündigte er an: "Nach sechs Wochen Marquesas werden wir nun zu den Tuamotus-Atollen schippern." Doch zuvor wolle er noch mit einem Einheimischen zur Ziegenjagd gehen. Was er nach Angaben der 40-jährigen Lebensgefährtin auch getan habe.

Stefan R. und sein mutmasslicher Mörder Henri Haiti. Quelle: Tahiti-Infos.com
Nach einer Weile sei der Einheimische jedoch allein zurückgekehrt und habe der Lebensgefährtin berichtet, ihr Freund sei verletzt und brauche dringend Hilfe. Sie sei mitgekommen, doch plötzlich habe er sie mit einer Waffe bedroht, sexuell belästigt und am Ende an einen Baum gebunden. Sie konnte sich jedoch allein befreien und alarmierte die Behörden.

Polizeibeamte durchsuchten daraufhin die Insel - und fanden eine frische Feuerstelle mit menschlichen Knochenresten, Zähnen und Kleidung. Eine DNA-Untersuchung bestätigte die grausame Wahrheit: Es handelte sich um die Überreste von Stefan R.

Die Ermittler fahnden nun nach dem 31-jährigen Jäger wegen des Verdachts auf Mord, Entführung und sexueller Gewalt. Ob er alleine handelte oder Komplizen hatte, ist noch nicht bekannt.

Französisch-Polynesien liegt im Pazifik, die bekannteste Insel ist Tahiti. Auf den Marquesas-Inseln gehörte Kannibalismus bis etwa 1800 zur Kultur der Bewohner. Die Lebensgefährtin des Seglers soll nach unbestätigten Informationen noch in der Südsee sein.

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