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Eine Strafe von 4000 Franken (knapp 3400 Euro) wurde einer Mutter aus der Zürcher Gemeinde Waltalingen aufgebrummt. Die hatte für sich und ihre schulpflichtige Tochter eine Schnäppchenreise gebucht und trat sie auch an. Problem: Die Reise begann einen Tag vor Ferienbeginn, die Tochter blieb unentschuldigt von der Schule fern.

Ziel der Reise: Das Rote Meer. Abflug: Ein Tag vor dem offiziellen Ferienbeginn. Das ist heutzutage normalerweise absolut kein Problem mehr, da schulpflichtige Kinder für solche Fälle sogenannte "Jokertage" zugesprochen bekommen. 

Zu blöd nur, wenn man (in diesem Fall: Mutter) dieses Guthaben schon lange ausgenutzt hat und keine freien Tage mehr übrig sind. 

So konnten Schulleitung und Schulpflege der Familie den nochmals zusätzlichen Ferientag nicht bewilligen. Was auch korrekt ist so, denn alle Schülerinnen und Schüler haben die selbe Anzahl von "freien Tagen". 

Mutter und Tochter jedoch scherten sich nicht darum und reisten trotzdem wie geplant nach Ägypten. Eine allfällige Busse, so hatten die beiden vermutet, käme ihnen sicher billiger als das Umbuchen der Reise. Falsch gedacht.

Denn die beiden Damen haben die Rechnung ohne den Statthalter gemacht. Dieser brummte der Mutter und auch dem von ihr getrennt lebenden Vater des Mädchens je eine Busse von 1500 Franken plus je 500 Franken Verfahrenskosten auf. 4000 Franken für einen Tag schwänzen - ganz schön saftig.

Die Höhe der Busse solle durchaus eine abschreckende Wirkung auf andere Schulschwänzer haben. Man wolle der Unsitte einen Riegel schieben, dass Eltern mit ihren Kindern auf günstigere Vorferien-Flüge ausweichen, so der Andelfinger Statthalter Peter Weih: "Die Busse sollte mindestens so hoch sein, dass der finanzielle Vorteil dahinfällt."

Ausserdem seien ja für genau solche speziellen Fälle die "Jokertage" eingeführt worden. Andere Familien müssen sich diese Tage auch einteilen. Die Strafe sei verhängt worden, weil die Mutter die Schülerin trotz Ablehnung des zusätzlichen freien Tages einfach "schwänzen" liess.

Die betroffene Familie sah das freilich etwas anders. Die Eltern sind vors Bezirksgericht gezogen,  und die Mutter erklärte, eher werde sie ins Gefängnis gehen, als diese horrende Busse zu bezahlen. Mal sehen, ob sie das im "Ernstfall" auch noch will...

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