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Die Tage werden wieder merkbar kürzer, und gerade die früher einsetzende Dunkelheit nutzen viele Einbrecher aus - sogenannte Dämmerungseinbrüche haben Hochsaison. Und obwohl die Polizei jedes Jahr Warn- und Informationskampagnen startet, machen es viele Hausbesitzer und Mieter den Einbrechern immer noch erstaunlich leicht. Ein paar Tipps, wie man sich vor Einbrechern besser schützen kann.

  
Allein in Deutschland wurden im Vorjahr 123.000 Wohnungseinbrüche gezählt, das sind 6,6 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor - Tendenz weiter steigend. Und niemand ist vor einem Einbruch gefeit, auch der Stammtisch-Spruch "bei mir gibt`s eh nix zu holen" hilft nicht viel. Denn auch wenn es tatsächlich nicht "viel" zu holen gäbe, das weiss auch der Einbrecher erst nach seinem Einbruch!

Bei der Auswahl ihrer Ziele richten sich die Kriminellen gar nicht allein auf den äusseren Anschein eines Hauses oder eine Wohnung. Ein durchschnittlicher Haus- oder Wohnungsbewohner weiß oft gar nicht, was an Werten in seinen vier Wänden schlummern. Es muss ja nicht eine hohe Summe Bargeld sein, viel eher sind technische Ausstattungen wie Fernseher, Laptops oder Smartphones für Diebe sehr attraktiv. 

Auch die Vorstellung, Einbrecher schlage am liebsten nachts zu, ist ein Mythos. Fast 40 Prozent der Wohnungseinbrüche ereignen sich zwischen 6 und 21 Uhr, in der Regel dann, wenn niemand zu Hause ist. Wenn die Tage kürzer werden und es schon am späten Nachmittag dämmert, steigen die sogenannte Dämmerungseinbrüche drastisch an.

Untertags steigen Einbrecher am liebsten dort ein, wo sie möglichst unbeobachtet sind, zum Beispiel vom Garten aus. Terrassentüren oder Fenster Richtung Garten liegen oft verdeckt und sind einfach aufzuhebeln. Bei Mehrfamilienhäusern sind nicht etwa nur Erdgeschosswohnungen gefährdet, vor allem die oberen Etagen sind beliebte Ziele. Hier werden Einbrecher schließlich nicht von vorbeigehenden Hausbewohnern gestört.

Wie kann ich mich aber jetzt möglichst gut vor Einbrechern schützen? Wichtig ist es, den Einbrechern die Sache von vornherein so schwer wie möglich zu machen. Dass Einbrecher mit perfektem Schlachtplan und Profi-Equipment anrücken, ist eher selten. Viel öfter sind Einbrüche mit simplen Schraubenziehern oder ähnlichem. 

Manche Türen lassen sich sogar ganz ohne Werkzeug öffnen, man muss sich nur kräftig dagegenstemmen. Da lässt sich schon mit einfachen Sicherheitsmaßnahmen das Schlimmste verhindern, wie die Statistik zeigt: Fast 40 Prozent aller Einbrüche bleiben schon im Versuch stecken.


Die Prävention fängt schon mit dem eigenen Verhalten an:

- Beim Verlassen der Wohnung immer abschließen, am besten zweimal – auch, wenn man nur kurz weg will.
- Bei Türen mit nicht durchbruchsicheren Glaseinsätzen nicht den Schlüssel von innen stecken lassen.
- Keine Schlüssel draußen deponieren. Einbrecher spüren auch trickreichere Verstecke auf als den Platz unter der Fußmatte.
- Fenster und Terrassentüren auf Kippstellung sind eine Einladung für Einbrecher. Wenn niemand da ist, gehören sie geschlossen.
- Rollläden nachts herunterlassen, aber nicht tagsüber. Das würde deutlich machen, dass niemand zu Hause ist.
- Wertgegenstände, Sparbücher und wichtige Unterlagen sollten nicht in der Schublade liegen, sondern im Tresor.

Absperrbare Fenstergriffe allein reichen nicht aus, weil Fenster oft einfach ausgehebelt werden. Sinnvoll ist hier ein zusätzlicher Aushebelschutz mit sogenannten Pilzkopfzapfen. Rollläden sollten auf jeden Fall so konstruiert sein, dass sie sich nicht einfach hochschieben lassen. Für die Haustür empfiehlt sich ein Schloss mit geschütztem Profilzylinder. Ein zweites Schloss, möglichst mit Sperrbügel, bringt zusätzliche Sicherheit. Schließbleche sollten im Mauerwerk verankert sein, das macht ein Aushebeln der Tür schwerer. 

Eine gut verschlossene Haustür nützt allerdings wenig, wenn sich Einbrecher über schlecht gesicherte Nebeneingänge Zugang verschaffen können. Gerade ältere Balkon- und Terrassentüren wirken einladend, weil sie so leicht zu öffnen sind. Dreipunktverriegelungen für das Schloss und die Bandseite lassen sich nachrüsten, ohne dass die gesamte Tür ausgetauscht werden muss.

Am besten signalisiert man potenziellen Einbrechern von vornherein, dass sie kein leichtes Spiel haben werden. Viele Hausbesitzer scheuen die Installation einer Alarmanlage, weil sie befürchten, dadurch erst recht die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Erfahrung zeigt aber: Alarmanlagen wirken viel eher abschreckend als reizvoll, Einbrecher weichen auf "leichtere" Einbruchsobjekte aus.

Eine relativ neue Sicherungsmethode ist die "künstliche DNA". Dabei handelt es sich um eine unsichtbare Markierungsflüssigkeit, mit der Wertgegenstände überzogen werden. Weil jede Charge einzigartig ist, lässt sich im Schadensfall Diebesgut eindeutig zuordnen. Zudem lässt sich der Stoff sechs Wochen lang an der Haut des Diebes nachweisen. 

Das ist zwar im möglichen Fall eines Einbruchs keine direkte Sicherung, aber Kriminelle haben Respekt vor der Methode. Das zeigen die Erfahrungen aus England und den Niederlanden, wo der Lack schon lange im Einsatz ist. Hausbesitzer, die die Flüssigkeit verwendeten, machten das mit Aufklebern an der Haustür und an den Wertgegenständen deutlich. Mit Erfolg: Die Zahl der Einbrüche ist im betreffenden Stadtteilen um fast die Hälfte gesunken.

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