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Die privaten Affären des Julian Assange haben sich durch Falschaussagen, Missbrauch unschuldiger Menschen und Wahrheitsverdrehungen zu einer der grössten politischen Affären der Nachkriegszeit entwickelt. Auswirkungen und weitere "Beben" noch gar nicht absehbar. Absehbar und im reelen Leben in jeder Minute spürbar sind die Folgen der anfangs privaten Affären für die beiden beteiligten schwedischen Frauen. Und Julian Assange geht jetzt auch da in die Offensive.

Wollen die USA "die Gunst der Stunde" nutzen, um sich an Assange zu rächen?
(aus dem PapiMamiKind-Magazin 2010) Weil die schwedische Klatschpresse sich nicht um Mediengesetze kümmerte, wird sein Name auf Google in zigtausend Fällen zusammen mit dem Wort „Rape - Vergewaltigung" gemeldet.

Ein irreparabler Imageschaden sei ihm dadurch entstanden, kritisiert Julian Assange, 39, Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks. Zu Recht.

Doch seit das WikiLeaks-Team in die nächste Phase seines Infokriegs gegen die USA ging, hat sich Assanges Image-Super-GAU zum Besten gewandelt, was WikiLeaks je passieren konnte: 

Schlagzeilen ohne Ende, weltweite Proteste gegen seine Verhaftung - und kaum jemand zweifelt noch daran, dass die "Schweden-Affäre" rein politisch motiviert ist.

Hexenjagd

Die allgemeine Empörung konzentriert sich nun auf die zwei Frauen, mit denen Assange am Wochenende des 14. August 2010 zugleich eine Art "One-Weekend-Stand" unterhielt:

die Politaktivistin und Feministin A.A., 31, und die Videokünstlerin S.W., 28. 

Ohne, dass die näheren Details des Falls bekannt sind - selbst Assanges Anwälte haben bisher nicht sämtliche Informationen zu den Anschuldigungen erhalten! - wurde zur Hexenjagd auf A. und W. aufgerufen. 

Ihre vollen Namen und Fotos wurden über die gesamte Blogosphäre verbreitet (unter anderem durch einen von Julian Assanges Anwälten) und jetzt auch von den Medien veröffentlicht, als ob es keine Gesetze zum Schutz des höchstpersönlichen Lebensbereichs gäbe. 

Auch PapiMamiKind-DasMagazin verfügt über Original-Fotos und Daten, wir veröffentlichen jedoch nur gepixelte Bilder. Doch sogar „Spiegel TV" brachte ungeniert Namen und Fotos von A. und W. 

Öffentliche Beschimpfungen und Drohungen gegen die beiden waren die Folge. Zuletzt diskutierte die Aktivistengruppe „Anonymous" (die für die jüngsten Cyber-Angriffe auf WikiLeaks-feindliche Unternehmen verantwortlich ist) ganz offen mögliche Rache-Attacken auf die Frauen. Man konzentrierte sich dann doch "nur" auf den Anwalt der beiden. Vorerst.

Die wahren Übeltäter

Anwalt Claes Borgström
Dabei sind der Justizskandal um Julian Assange, die Interpol-Farce und der vorläufige Showdown vor einem Londoner Gericht das Werk zweier ganz anderer Personen: 

nämlich des schwedischen Anwalts Claes Borgström und der Staatsanwältin Marianne Ny (Bilder rechts). 

Beide versuchen sich seit Jahren mit radikal-feministischen Aktionen ein entsprechendes Image zu zimmern und witterten im Fall Assange offenbar ihre große Chance. 

Staatsanwältin Marianne Ny
Dass dabei jene Frauen unter die Räder geraten würden, die Borgström und Ny zu schützen behaupten, ist nur eines der unappetitlichen Details in diesem skurrilen Fall. 

Tatsächlich hat A. ihre Zusammenarbeit mit den Behörden und sogar die Kooperation mit ihrem eigenen Anwalt bereits vor Wochen beendet!

Wie Falschmeldungen die Wahrheit verzerren

Falschmeldung Nr. 1

A. und W. waren bereits vor ihrer Begegnung mit Julian Assange befreundet

Die bisher bekannten Fakten: Obwohl W. bei Assanges Pressekonferenz anwesend war, auf der A. organisatorisch mitwirkte, lernten sie einander erst nach ihren jeweiligen Affären mit Julian Assange kennen. 

Falschmeldung Nr. 2: 

Die beiden Frauen schmiedeten einen gemeinsamen Racheplan, um Assange zu Fall zu bringen.

Die bisher bekannten Fakten: A. hatte Julian Assange für seinen Aufenthalt in Stockholm ihre Wohnung zur Verfügung gestellt, wo es auch zu Geschlechtsverkehr mit ihm kam. 

Nachdem sie Tage später erfahren musste, dass Assange zugleich mit einer weiteren Frau, der Künstlerin W., eine sexuelle Beziehung unterhalten hatte, ließ A. Julian Assange über einen gemeinsamen Bekannten ausrichten, er möge sofort seine Sachen aus ihrer Wohnung schaffen. 

A. und W. verglichen ihre Erfahrungen und meinten, in Assanges Verhalten ein programmatisches Muster zu erkennen: Wenn ein Mann an einem Wochenende mit zwei Frauen ungeschützten Verkehr hat - wie oft hat er dann schon früher ein ähnliches Verhalten an den Tag gelegt? 

Also forderten A. und W. von Julian Assange einen STD-Test (Sexually Transmitted Disease = sexuell übertragbare Krankheiten). Warum er dieser Aufforderung nicht nachkommen wollte oder konnte, bevor die beiden sich an die Polizei wandten, darüber gibt es unterschiedliche, noch nicht zweifelsfrei geklärte Aussagen. 

W. und A. sollen diskutiert haben, die Story an die Presse zu geben. Ob sie es wirklich getan haben, ist bisher nicht bewiesen, wäre für den Fall, dass es so war, jedoch ebenso kindisch und unreif wie das Verhalten, das sie Assange unterstellen.

Falschmeldung Nr. 3: 

Die beiden Frauen erstatteten Anzeige gegen Assange wegen Vergewaltigung. 

Die bisher bekannten Fakten: A. unterstützte W. ursprünglich nur in ihrer Anfrage bei der Polizei, wie sie Julian Assange zu einem Test für sexuell übertragbare Krankheiten, allen voran HIV, zwingen könne. 

W.s Verhalten wirft zugegebenermaßen einige Fragen nach den Motiven dieser Aktion auf. Eines ist jedoch klar: Der Vorwurf der Vergewaltigung wurde zu keiner Zeit von W. oder A., sondern von der diensthabenden Beamtin, die die Beschwerde entgegennahm, erhoben. 

A. und W. beauftragten nach Bekanntwerden der Affäre den schwedischen Anwalt Claes Borgström mit ihrer Vertretung. Borgström bemächtigte sich des Falls und blies die Sache zu ihren heute bekannten Dimensionen auf. 

Bekannte von A. von der Universität Uppsala verrieten nun, dass A. ihre Zusammenarbeit mit Borgström und den Behörden bereits seit Wochen verweigert und die Justiz nun ohne mögliche Klägerin dasteht.

Falschmeldung Nr. 4: 

Julian Assange ist wegen Vergewaltigung angeklagt.

Die bisher bekannten Fakten: Auch wenn internationale TV-Stationen, Zeitungen und Internetforen es immer noch nicht wahrhaben wollen: Gegen Julian Assange wird nicht wegen Vergewaltigung, sondern wegen verschiedener sexueller Übergriffe ermittelt, die in Schweden strafbare Handlungen darstellen, unter anderem „Unerwarteter Sex" und „Belästigung". 

Die Staatsanwältin Marianne Ny erklärte vor Wochen: „Für mich sieht es nach Vergewaltigung aus", weshalb folglich angenommen wurde, auch die offizielle Untersuchung drehe sich um diesen Vorwurf. Das stellte sich nun als falsch heraus.

Falschmeldung Nr. 5: 

Eine der Frauen hat Verbindungen zum CIA und sei deshalb der Verschwörung gegen Assange hauptverdächtig. 

Die bisher bekannten Fakten: A., eine erklärte Feministin, reiste 2006 nach Kuba, um die international bekannte, wenn auch umstrittene Gruppe „Damas de Blanco - Damen in Weiß" zu treffen, einer Organisation von Frauen und Müttern inhaftierter kubanischer Dissidenten. 

Die „Damas" erfreuen sich internationaler Unterstützung und erhielten unter anderem den EU-Menschenrechtspreis. 

Selbstverständlich haben auch die USA Interesse an der Unterstützung jeder regimekritischen Bewegung in Kuba und tun dies unbestätigten Behauptungen zufolge auch im Fall der Damen in Weiß. 

Das heißt jedoch nicht, dass jede Person, die mit den „Damas" in Kontakt tritt, automatisch Verbindungen zum CIA hat. Der Blogger Israel Shamir, das dieses Gerücht (nebst einigen frauenfeindlichen Bemerkungen über A. und W.) in den Köpfen des Mainstreams implantierte, sollte dies eigentlich wissen.

Ob die CIA und andere US-Behörden diesen Vorwand allerdings wieder als weiteren Vorwand für ihre wahren Rachegelüste an Julien Assange nutzen könnten, das wird uns die Zukunft zeigen.

Falschmeldung Nr. 6: 

A. gibt auf ihrem Blog Anleitungen zur Rache, an die sie sich im Fall Assange gleich selbst hielt

Die bisher bekannten Fakten: A.s zugegeben reichlich kindische und menschlich fragwürdige "Sieben Schritte zur Rache", die sie auf ihrem Blog veröffentlichte und die seither als Beweis für ihre angeblich revanchistische Ader herhalten müssen, drehen sich um den möglichen Umgang mit einem untreuen Exfreund. 

Unter anderem heißt es da, man möge dem Ex Fotos und Briefe schicken, um seiner neuen Freundin gegenüber den Eindruck zu vermitteln, da laufe noch etwas. 

Die "sieben Schritte" sind auch nicht einmal von A. selbst - sie hat sie von einer amerikanischen Webseite abgeschrieben. Tatsächlich verhielt sich A. Assange nach Bekanntwerden seines Verhaltens gegenüber relativ zurückhaltend. 

Es ist W., die (womöglich zum Zweck der Rache an Assange) auf eine Meldung bei der Polizei drängte, zu der A. sie eigentlich nur begleiten wollte - um schließlich in die Sache mit hineingezogen zu werden. 

Auf A.s Blog und in ihren Twitter-Einträgen finden sich übrigens noch ganz andere Dinge, wie etwa der Wunsch, jenem schwedischen Journalisten, der ihren Namen an die Presse gab, "gegen das Schienbein zu treten". Auch diese Drohung hat A. bisher nicht wahr gemacht.

Falschmeldung Nr. 7: 

A. und W. ziehen persönliche Vorteile aus der Affäre

Die bisher bekannten Fakten: A. und W. wurden wie Julian Assange selbst zu Opfern eines konfusen Justizapparats, der auch Monate nach der Beschwerde der beiden Frauen nicht fähig scheint, den Rechtsweg geraden Schrittes zu beschreiten. 

A.s Pläne, als Politikerin Karriere zu machen, könnten durch die Affäre ebenso durchkreuzt worden sein wie W.s Ambitionen als Videokünstlerin. Wo auch immer sie künftig tätig werden, beide müssen mit Kritik und Beleidigungen bis hin zu Mobbing und Stalking rechnen.

Die Folgen der Affäre


Bildunterschrift hinzufügen
Was bleibt nun von all den Verschwörungstheorien übrig? Im Grunde das, was gemeinsame Freunde von A. und Julian Assange seit August betonen: 

Es handelt sich um eine „persönlichen Angelegenheit zwischen den dreien", die primär durch Assanges (üblicherweise von Rockstars erwartetes) Verhalten und das (üblicherweise von Groupies erwartete) Benehmen zumindest einer der beiden Frauen ausgelöst wurde. 

Diese eigentlich persönliche Angelegenheit wurde durch skurrile Umstände, eine chaotische Staatsanwaltschaft und den Missbrauch für verschiedenste Interessen zum Politikum aufgebläht.

Erst dadurch sehen US-Behörden eine Möglichkeit, den in ihren Augen "Verräter" Julien Assange, wenn auch über Umwege, aber doch noch in ihre Fänge zu bekommen.

Den Preis zahlen die Falschen

Weder Marianne Ny noch Claes Borgström, die Urheber dieser Scharade, werden den Preis für ihre Profilierungssucht und die Unprofessionalität der Behörden zu bezahlen haben.

Ja, nicht einmal Julian Assange, der seit seiner Verhaftung zum Captain Neo der Generation 2.0 avancierte und dessen Chancen, in Großbritannien bleiben zu können, täglich größer werden. 

Den Preis zahlen bisher die beiden Schwedinnen A. und W.

Und das, obwohl zumindest A., wie bereits mehrfach erwähnt, die Kooperation mit den Behörden schon lange verweigert!

Durch ihren Versuch, sich nach ihrer Sex-Blamage zumindest gesundheitlich gegenüber einem promiskuitiven Menschen abzusichern, der - sollten die Vorwürfe zutreffen - überraschend wenig von Safe Sex hält, wurden sie zu den derzeit meistgehassten Frauen Europas. 

Das Internet ist voll von offenen Drohungen gegen die beiden Schwedinnen, sogar ein Bild der Wohnung von A. unter Nennung der vollen Adresse ist auf unzähligen Websites zu finden, dazu Beschimpfungen übelster Sorte und Aufforderungen, „den beiden Schlampen das Leben zur Hölle" zu machen. 

Eine Frage der Verantwortung

Nur einer beteiligt sich nicht an der allgemeinen Hexenjagd - und das ist Julian Assange selbst. Von ihm gibt es keine öffentlichen Spekulationen über die spezifische Rolle von A. und W. in diesem verrückten Spiel. Warum seine Unterstützer seinem Beispiel nicht folgen, ist ein Rätsel. 

Wenn sich die WikiLeaks-Gemeinde der Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichtet fühlt, so muss sie eines bedenken:

Das allgemeine Kokettieren mit möglichen Verbindungen der schwedischen Justiz zum Pentagon darf nicht soweit gehen, dass die Sicherheit zweier Menschen fahrlässig oder bewusst aufs Spiel gesetzt wird - zweier Frauen, die sich bei näherer Betrachtung längst nicht als die Hexen erwiesen, als die man sie der Einfachheit halber darstellt.

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